Schizophrenie: Liegt das Problem in bestimmten Gehirnwellen?

Die Ursachen der Schizophrenie sind nach wie vor weitgehend ungeklärt. Das führt dazu, dass immer wieder neue Theorien ins Feld geworfen werden. Wissenschaftler der berühmten Harvard Medical School in Boston/USA veröffentlichen nun eine experimentelle Studie, in der sie die Frequenz der elektrischen Gehirnwellen als mögliche Krankheitsursache untersucht haben.

Die Test-Anordnung war relativ simpel. 20 Menschen mit Schizophrenie und 20 Kontrollpersonen mussten sich Bilder mit Kreisen und Quadraten in verschiedenen Anordnungen anschauen. Bei bestimmten Kombinationen sollten sie einen Knopf drucken. Während dieser Prozedur wurde ein EEG angelegt, das die elektrischen Ströme im Gehirn mittels aufgeklebten Elektroden misst.

Schizophrenie: Fehlende Gammawellen im Gehirn?

Das Ergebnis: Beide Gruppen zeigten ähnliche Reaktionsgeschwindigkeiten. Die Patienten mit Schizophrenie machten zwar etwas mehr Fehler, aber der entscheidende Unterschied lag woanders. Gehirnwellen einer bestimmten Frequenz waren während der Übungen praktisch nur bei den Gesunden messbar. Die Rede ist von speziellen Gammawellen. Sie sollen für das Verarbeiten visueller Wahrnehmungen zuständig sein. Bei den Teilnehmern mit Schizophrenie fehlten diese Gammawellen.

Für die US-amerikanischen Forscher ist dies ein Erklärungsansatz, warum Menschen mit Schizophrenie so häufig mit visuellen Trugbilderrn und Halluzinationen zu kämpfen haben. Medikamente, die die Gammawellen stimulieren, könnten somit bei der Behandlung der Schizophrenie sinnvoll sein. Die freilich müssen erst entwickelt werden.

Autoren: Christian Sachse & Dr. med. Jörg Zorn, 10.11.04

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Kommentare (1)
Gammawellen
1 Samstag, den 24. Dezember 2016 um 00:31 Uhr
Das ist nicht relevant
Wenn man tief einatmet (so etwa 75%) und dann ausatmet (zweimal). Beim Einatmen die Augenbrauen leicht hochzieht und beim Ausatmen die Augenbrauen runterzieht und gleichzeitig verengt (beim zweiten Mal stärker). Durch das Verengen der Augenbrauen sollte das Bild, das man durch die Augenbrauen wahrnimmt, leicht unscharf werden. Durch das Wiederholen dieser Praktik erzwingt man eine Fokussierung. Man wird ernster.
Das können Patienten, die an einer hebephrenen Schizophrenie leiden, während ihrer läppisch-heiteren Phase durchführen. Es werden dadurch vermehrt Gammawellen produziert. Außerdem sollte, wenn man dieses Vorgehen richtig befolgt, neben dem unscharf Werden des Gesehenen, sich beim Ausatmen auch die Sicht schrittweise verdunkeln, also wie ein Dimmer, mit dem man das Licht in einem Raum regeln kann. Das, was ich hier beschrieben habe, kann man nicht so leicht verwirklichen, wenn man sich schon in einer normalen, fokussierten Stimmung befindet. Der Effekt wäre nicht so groß. Das sind meine Gedanken.
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