Kann es bei einer Schilddrüsenunterfunktion zu Haarausfall kommen?

Ja, das ist möglich. Schilddrüsenhormone beeinflussen fast alle Stoffwechselvorgänge im Körper und wirken sich auch, auf Haut, Nägel und das Wachstum der Haare aus. Sowohl eine Schilddrüsenunterfunktion als auch eine Schilddrüsenüberfunktion kann Haarausfall bewirken.

Bei einer Schilddrüsenüberfunktion produziert die Schilddrüse mehr Schilddrüsenhormone, als im Normalfall für den Körper notwendig sind. Unser hormonelles Gleichgewicht gerät durcheinander: Die Haare wachsen schneller als sie sollten, fallen jedoch auch schneller und vermehrt wieder aus. Der Grund dafür ist, dass die Haare verfrüht in die sogenannte Telogen- oder Ruhephase eintreten und verfrüht ausgehen. Außerdem werden die Haare meist auch feiner, dünner und brüchiger.

Haar wird stumpfer und brüchiger

Aber auch eine Schilddrüsenunterfunktion kann mit Haarausfall einhergehen. Patienten mit Hypothyreose haben häufig sehr trockenes, stumpfes und brüchiges Haar. Oft vermindern sich auch die Haardichte und der Haardurchmesser. Zudem können bei einer Schilddrüsenunterfunktion auch andere Körperhaare, wie z. B. die Augenbrauen vom Haarausfall betroffen sein.

Die Stärke des Haarverlusts hängt allerdings nicht von der Ausprägung der Erkrankung ab. Das heißt, nicht alle Patienten, die von einer schweren Schilddrüsenstörung betroffen sind, leiden automatisch auch an starkem Haarverlust. Andererseits wiederum kann sich schon eine geringe Abweichung des Hormonspiegels negativ auf die Haare auswirken.

Autorin: Nina Peterz

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