Schilddrüsenunterfunktion: Welche Symptome sind typisch?

Erste Anzeichen einer Schilddrüsenunterfunktion können Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Konzentrationsschwäche sein. Viele Patienten fühlen sich kraftlos und schlapp und leiden häufig an Gedächtnis- und Orientierungsproblemen.

Da der Stoffwechsel bei einem Mangel an Schilddrüsenhormonen langsamer arbeitet, kann es zu einem verlangsamten Puls und einem gesteigerten Kälteempfinden kommen. Viele Erkrankte frieren von „innen heraus“ und klagen permanent über kalte Hände oder Füße. Zudem kann es sein, dass Patienten an Gewicht zulegen, obwohl sie nicht mehr essen als vor Beginn der Erkrankung.

Eine Schilddrüsenunterfunktion kann sich außerdem auf die Haut, Haare und Nägel auswirken. Ein geschwollenes Gesicht, verdickte Lippen, eine vergrößerte Zunge sowie Schwellungen um die Augenhöhlen (Lid-Ödeme), sind häufige die Folge. Zudem kann sich die Haut trocken und rau anfühlen - manchmal treten auch gelbliche Verfärbungen auf. Außerdem können die Haare spröde und glanzlos wirken, leicht brechen und ausfallen. Eine tiefe, heisere Stimme und ein geschwollener Hals (Struma, umgangssprachlich auf Kropf genannt) sind weitere mögliche Symptome.

Eine Schilddrüsenunterfunktion kann darüber hinaus folgende Beschwerden verursachen:

  • Depressive Verstimmungen

  • Verlangsamte Reflexe

  • Erhöhter Cholesterinspiegel (insbesondere das LDL-Cholesterin kann erhöht sein)

  • Muskelschwäche, Muskelsteifigkeit und Schmerzen

  • Brüchige Nägel

  • Chronische Verstopfung

  • Zyklusstörungen bei Frauen

  • Einschränkung der sexuellen Lust (Impotenz bei Männern)

  • Verlangsamter Herzschlag

  • Durchblutungsstörungen (wie „Ameisenlaufen“)

Wichtig: Eine Schilddrüsenunterfunktion entsteht nicht schlagartig, sondern tritt schleichend auf. Das heißt, die Beschwerden entwickeln sich über einen längeren Zeitraum. Die Erkrankung bleibt oft unentdeckt, da sie vor allem zu Beginn oft keine Symptome zeigt. Fühlen Sie sich längere Zeit schlapp und ausgelaugt, sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen, um die mögliche Ursache dafür zu klären.

Autorin: Nina Peterz

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