Innere Unruhe, Herzrasen, Nervosität: Sind die Schilddrüsen-Hormontabletten schuld?

Ja das ist möglich. Der Grund dafür kann eine zu hohe Medikamentendosis sein. Normalerweise wird das künstliche Schilddrüsenhormon Thyroxin zwar gut vertragen. Durch eine falsch eingestellte Dosis (zu hoch oder zu gering) aber kann es zu verschiedenen Nebenwirkungen kommen.

Wenn die Dosierung nicht stimmt

Ist die Thyroxin-Dosierung zum Beispiel zu hoch eingestellt oder wird die Dosis zu Beginn der Behandlung zu schnell erhöht, können Symptome auftreten, die für eine Schilddrüsenüberfunktion typisch sind. Dazu zählen unter anderem:

  • innere Unruhe
  • Herzrasen
  • Zittern
  • vermehrtes Schwitzen
  • Gewichtsabnahme
  • Durchfall
  • Kopfschmerzen
  • Muskelschwäche

Nebenwirkungen können bei Schilddrüsenhormonen vor allem zu Beginn der Tabletteneinnahme auftreten. Denn der Körper braucht einige Zeit, um sich an die Hormondosis zu gewöhnen. Zudem erfordert es meist viel Zeit und Geduld, bis man seine individuelle "Wohlfühl-Dosis" gefunden hat.

Wichtig ist, zu Beginn der Behandlung mit einer möglichst geringen Anfangsdosis zu starten und diese dann langsam zu steigern, damit der Körper genügend Zeit hat, um sich an die Hormone zu gewöhnen.

Wenn Sie bei der Einnahme von L-Thyroxin bestimmte Nebenwirkungen bemerken, sollten Sie auf jeden Fall mit Ihrem Arzt Rücksprache halten. Zudem ist es sinnvoll, den Hormonspiegel und den TSH-Wert regelmäßig überprüfen zu lassen. Letzterer gibt Aufschluss über die Funktion der Schilddrüse. Ein zu hoher TSH-Wert könnte auf eine Unterfunktion hinweisen. Ein zu niedriger hingegen auf eine Überfunktion.All das wird Ihnen Ihr Arzt aber ohnehin anraten.

Autorin: Nina Schratt-Peterz

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Kommentare (1)
Betablocker Bluthochdruckschübe L-Tyroxin
1 Freitag, den 08. März 2019 um 13:49 Uhr
Inneres Zittern mit beiden Medikamenten
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