Wie wirken sich Schilddrüsenhormontabletten auf das Gewicht aus?

Die regelmäßige Einnahme von Hormonpräparaten kann einer Gewichtszunahme bei Schilddrüsenunterfunktion entgegenwirken. Begleiterscheinung einer Schilddrüsenunterfunktion ist die Verlangsamung des Stoffwechsels. Der Energieumsatz sinkt ab.

Das heißt, weniger Energie (Kalorien) werden verbraucht. Wer genauso viel Nahrung wie vor der Erkrankung aufnimmt, wird kontinuierlich zunehmen und sich sehr wahrscheinlich über die Gewichtszunahme wundern. Wie viel man an Gewicht zunimmt, lässt sich nicht vorhersagen. Dies hängt vor allem auch von der sportlichen Aktivität und dem generellen Essverhalten des Betroffenen ab.

Gewichtsverlust durch Hormonpräparate

Eine Behandlung mit Schilddrüsenhormontabletten kann dazu beitragen, dass man wieder an Gewicht verliert. Durch die regelmäßige Einnahme der Präparate normalisiert sich der Hormonhaushalt langsam, da die fehlenden Hormone durch künstliche ersetzt werden. Nach längerer kontinuierlicher Einnahme der Tabletten kommt der Stoffwechsel wieder in Schwung, wodurch das Gewicht sinkt. Natürlich aber wird nur das Gewicht abgebaut, das durch die Unterfunktion bedingt ist.

In seltenen Ausnahmefällen kann sich der Appetit durch die Einnahme von Schilddrüsentabletten auch erhöhen. Ist dies der Fall, sollte man unbedingt Rücksprache mit dem behandelten Arzt halten.

Achtung: Zu Beginn der Therapie kann sich die Gewichtszunahme weiter fortsetzen. Das liegt daran, dass die Dosis bei einer Hormontherapie nur langsam gesteigert werden sollte, bis die individuell richtige Dosierung gefunden wurde. Das kann bis zu vier Monate dauern. Oft auch stimmen die Laborwerte mit dem Befinden des Patienten nicht überein. Das heißt, obwohl sich die Werte bereits verbessert haben, klagt der Patient weiterhin über typische Beschwerden. Eine Hormonersatztherapie erfordert daher immer sehr viel Geduld, sowohl vom Patienten als auch vom Arzt.

Autorin: Nina Peterz

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Kommentare (4)
Gewicht
4 Dienstag, den 08. Januar 2019 um 03:29 Uhr
Stelle bei mir Paradoxon fest, denn ich nehme bei Einnahme von L-Thyroxin zu trotz gleichbleibender Bewegung und gleicher Nahrungsaufnahme. - Ärzte und Pharmafirma: Es kann nicht sein, was nicht sein darf. - Und nun?
Erhebliche Verbesserung
3 Mittwoch, den 10. Oktober 2018 um 08:36 Uhr
Jahrelang litt ich unter starker Tagesmüdigkeit, Gereiztheit, negativen Verstimmungen und konnte mein Gewicht nur mühsam mit Sport und einer täglichen Kalorienaufnahme in Höhe meines Grundumsatzes halten.
Ferner ging meine Libido immer weiter zurück und Anfang 2018 kamen dann erste Anzeichen einer erekt. Dysfunktion dazu.
Ich habe dann nach intensiver Web-Recherche mit meinem Hausarzt darüber gesprochen, den TSH ermitteln lassen (4,9) und mit der Einnahme von zunächst 25 Microgamm Eferox begonnen.
Nach 4 Wochen wurde auf 50 Microgamm erhöht und nun bin ich , nach insgesamt 9 Wochen, topfit.. keine Tagesmüdigkeit mehr und mein kleiner Freund ist auch wieder fit...
Ich hatte keinerlei Nebenwirkungen mit Eferox....TSH nun bei 2,4....
Schilddrüsenhormone und Antidepressiva
2 Donnerstag, den 16. August 2018 um 10:20 Uhr
Vor 10 Jahren wurde mir die halbe SDL entfernt, seitdem nehme ich standardmäißg L-Thyorxin. Da ich zudem zeitweise unter Depressionen leide und Antidepressiva (Citalopram) nehme, wüsste ich gerne mehr über mögliche Wechselwirkungen, gerade bei Langzeiteinnahme. Mein Radiologe hat einen Zusammenhang verneint
Schilddrüsen OP jetzt starke Hitzewallungen
1 Montag, den 09. Juli 2018 um 21:57 Uhr
Mir wurde vor 4 Wochen die komplette SDL entfernt. Ich nehme jetzt 100 yg lthyroxin und leide unter extremen Hitzewallungen. Hatte auch Wadenkrampf. Angesetzt hatte ich leider Presomen...
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