Schilddrüsen-Sonographie: Ist Ultraschall gefährlich?

Nein, eine Schilddrüsen-Sonographie ist für Sie völlig ungefährlich und unterscheidet sich nicht von anderen Ultraschalluntersuchungen. Die Untersuchung läuft etwa wie folgt ab:

Harmlose Schallwellen

Um die Schilddrüse zu untersuchen, setzt der Arzt einen Ultraschallkopf auf die Halshaut auf, der Schallwellen (Ultraschallwellen) aussendet. Für eine bessere Übertragung der Schallwellen wird meist ein Kontaktgel auf den Hals aufgetragen. Anschließend bewegt der Arzt den Ultraschallkopf hin und her, um die Schilddrüse möglichst umfassend zu begutachten.

Dabei dringen die Schallwellen in den Körper ein und werden an verschiedenen Geweben und Organen zurückgeworfen (reflektiert). Der Ultraschallkopf, der mit einem kleinen Computer verbunden ist, nimmt die Schallwellen wieder auf und wertet diese auf dem angeschlossenen Monitor aus. So entsteht ein Ultraschallbild der Schilddrüse.

Einfach, unschädlich und überall verfügbar

Die Schilddrüsen-Sonographie ist vollkommen schmerzfrei und mit keinerlei anderen schädlichen Nebenwirkungen verbunden. Ein weiterer Vorteil der Untersuchung ist es, dass sie sehr einfach durchzuführen und breit verfügbar ist. Jede gut ausgestattete Hausarztpraxis verfügt über ein Ultraschallgerät. Und in der Klinik gehört es sowieso zur Grundausstattung.

Darüber hinaus ist das bereits seit vielen Jahrzehnten bekannte Verfahren in vielen Fällen nach wie vor aussagekräftiger als manche neuen diagnostischen Methoden, die oft sehr aufwendig sind und außerdem schädlich sein können.

Allerdings erfordert die Bewertung der unterschiedlichen Grautöne viel Übung und Erfahrung. Man sagt daher auch, das Verfahren ist stark Untersucher-abhängig. In den richtigen Händen kann es aber äußerst aussagekräftig sein.

Nicht zu verwechseln ist der Ultraschall dagegen mit der Computertomographie. Da bei dieser Untersuchung hoch dosierte Röntgenstrahlen eingesetzt werden (es herrscht eine deutlich höhere Strahlenbelastung als bei einer "klassischen" Röntgenuntersuchung), kann sie – im Gegensatz zur harmlosen Ultraschalluntersuchung – gesundheitliche Risiken mit sich bringen.

Eine Computertomographie sollte daher immer nur durchgeführt werden, wenn eine Ultraschalluntersuchung nicht ausreicht und es wirklich notwendig ist.

Autoren: Nina Schratt-Peterz, Eva Bauer (Ärztin)

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