Spondylolisthesis: Behandlung

In nahezu allen Fällen wird mit der konservativen Therapie begonnen. Zunächst wird zur vorübergehenden Stützung des Rumpfes eine geeignete Rumpforthese vom Arzt verordnet.

Nur bei positivem Szintigramm muss vorübergehend eine Gipsbehandlung erfolgen. Um langfristig ohne eine Orthese auszukommen, den mechanischen Stress im betroffenen Segment zu mindern und einen erheblich besseren Stützeffekt zu erreichen, wird eine Stabilisation der Muskulatur durch Physiotherapie (Krankengymnastik und Krankengymnastik am Gerät) verfolgt, hierbei soll die statische Rumpfaufrichtung durch Kräftigung der Bauchmuskulatur forciert werden.

Parallel ist zu kontrollieren ob Defizite in der Gleichgewichtsregulation vorliegen, die Regulation desselben soll in den Beinen stattfinden und nicht in der Wirbelsäule, diese Fehlregulation ist oftmals am Wirbelgleiten auslösend mitbeteiligt und kann leicht behoben werden.

Nach positivem Muskelaufbau mit Schmerzlinderung (cave! Keine Muskelrelaxantien, da die statische Muskulatur dringend gebraucht wird um Verschlimmerung zu vermeiden ) sollte konstant ein Erhaltungstraining erfolgen. Trainingsbegleitend kann eine Schmerzbehandlung mittels Infiltrationstherapie oder PRT durch den Arzt erfolgen. Auch medizinische Massagen können kurzfristig schmerzlindernd wirken.

Operative Behandlung

Spondylodese des Wirbelgleitens (Quelle Wikipedia)

Sollten die Schmerzen konservativ nicht beherrscht werden können, ein wesentliches neurologisches Defizit (chronische Nervenschädigung) oder ausgeprägte statische Haltungsschäden auftreten, das Wirbelgleiten stark fortschreiten oder der höchste Schweregrad erreicht werden, bleibt oft nur die operative Behandlung.

Der Chirurg muss das Segment nach Möglichkeit reponieren (an die ursprüngliche Sollposition zurückführen) und anschließend verblocken (Spondylodese). Dieser größere Eingriff wird üblicherweise über einen vorderseitigen (ventralen) Halswirbelsäulen- und einen rückwärtigen (dorsalen) Lendenwirbelsäulen-Zugang und in zwei zeitlich getrennten Sitzungen durchgeführt.

Ob eine Operation wirklich erforderlich ist und welches Verfahren angewendet wird, hängt jedoch von der Symptomatik ab und wird vom behandelnden Arzt festgelegt.

 


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