Blockierung (reversible segmentale Dysfunktion)

Der Begriff Blockierung (auch reversible segmentale Dysfunktion) bezeichnet in der Manuellen Medizin die vorübergehende Einschränkung der Beweglichkeit eines oder mehrerer Gelenke ohne erkennbare organische Veränderungen. Blockierungen sollen eine wichtige Ursache für Rückenschmerzen bei sonst gesunden Menschen sein. Wissenschaftliche Forschungsergebnisse liegen kaum vor, so dass die bislang zu diesem Thema aufgestellten Theorien ungesichert sind.

Auch Alltagsbewegungen können zu Blockierungen führenAuch Alltagsbewegungen können zu Blockierungen führen (Quelle Wikipedia)Einschränkungen der Beweglichkeit eines Gelenkes aufgrund von nachweis- oder sichtbaren Veränderungen wie Entzündung, Flüssigkeitsansammlung (Erguss), Meniskuseinklemmungen oder Knorpelschäden sind keine Blockierungen im Sinne der Manuellen Medizin.

Blockierungen entstehen plötzlich aus vielerlei Gründen und lösen sich meistens kurze Zeit später spontan bei Alltagsbewegungen, wobei oft ein knackendes Geräusch auftritt. Bei einer Blockierung ist die Gelenkbeweglichkeit nie vollständig aufgehoben, sondern in mindestens einer Richtung (z. B. Beugung) frei. Ursächlich wird ein pathologisches Reflexgeschehen diskutiert.

Im Extremfall sollen Blockierungen auch zum Ausgangspunkt von chronischen Schmerzen werden können. Von besonderer klinischer Bedeutung sind sie an der Wirbelsäule. Versuche, dieses Phänomen als solches und seine Auswirkungen zu erklären und – im Falle, dass sich Blockierungen nicht spontan lösen – therapeutisch einzugreifen, haben eine lange Tradition.

 


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