Durch welche Bewegungen oder Körperhaltungen entsteht ein Bandscheibenvorfall?

Ein Bandscheibenvorfall entsteht nie aus heiterem Himmel – auch wenn es einem selbst so erscheint. Die degenerativen Veränderungen an der Wirbelsäule, die schließlich zu einem Bandscheibenvorfall führen, haben sich vielmehr über viele Jahre entwickelt – und möglicherweise auch schon zuvor Beschwerden verursacht, ohne dass dem allzuviel Beachtung geschenkt wurde.

Letztlich geht ein Bandscheibenvorfall darauf zurück, dass der äußere Faserring der Bandscheibe Risse bekommt, in die sich dann der innere Kern der Bandscheibe hineinschiebt – und den Ring irgendwann komplett durchbricht. Zu diesen Rissen kommt es einerseits durch die nachlassende Elastizität des Gewebes im Alter und andererseits – und das ist der entscheidendes Faktor – durch dauerhafte zu große mechanische Belastungen.

Irgendwann läuft das Fass über

Typische Ursachen sind das jahrelange Heben schwerer Lasten, aber auch jahrelange Fehlhaltungen, die dann zu einer einseitigen Belastung der Bandscheibe führen. Hinzu kommt häufig auch eine gewisse Veranlagung: Das heißt, einige Wirbelsäulen und ihre Bandscheiben sind empfindlicher als andere.

Was dann letztlich zum akuten Bandscheibenvorfall führt, welche Bewegung also das Fass zum Überlaufen bringt, ist mehr oder minder Zufall. Das muss nicht unbedingt die Bewegung oder Körperhaltung sein, die die ganzen Jahre zuvor den Prozess eingeleitet hat.

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