Muss bei Verdacht auf Bandscheibenvorfall immer geröntgt werden?

Ja, das ist zur genauen Feststellung, wo die Bandscheibe ausgetreten ist und auf welche Nervenbahnen sie drückt, unumgänglich. Meistens werden mehrere Röntgenaufnahmen in verschiedenen Körperhaltungen angefertigt.

Allerdings zeigt eine klassische Röntgenaufnahme nur die Wirbelknochen, nicht aber die Nervenbahnen. Deshalb werden heute häufig auch noch sogenannte Schichtaufnahmen gemacht. Entweder mit der Computertomographie oder mit der Magnetresonanztomographie. Beide Untersuchungstechniken erzeugen praktisch Schnittbilder, so als würde man von unten oder oben auf den Wirbelsäulenbereich schauen. Auf diesen Aufnahmen sieht man sämtliche Gewebestrukturen sehr viel genauer als auf dem herkömmlichen Röntgenbild.

Die Magnetresonanztomographie (auch MRT oder Kernspin genannt) hat dabei den Vorteil, ohne Radioaktivität auszukommen.

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