Ab wann spricht man von chronischen Rückenschmerzen?

Definitionsgemäß werden Rückenschmerzen dann als chronisch bezeichnet, wenn sie länger als drei Monate anhalten.

Der Begriff ist aber natürlich dehnbar. Alle Rückenschmerzen, die zum ständigen Begleiter werden, die also immer wiederkehren (auch wenn sie nicht ständig vorliegen), kann man als chronische Rückenschmerzen bezeichnen.

Akute Rückenschmerzen haben andere Ursachen

Im Prinzip geht es bei solchen Begriffen immer vor allem darum, dass im Arztbrief irgendetwas steht, was ein anderer Arzt einordnen kann. Und da wäre einfach nur "Rückenschmerzen" tatsächlich eine etwas dünne Information. Allein was die möglichen Ursachen angeht, macht es einen Riesenunterschied, ob die Rückenschmerzen ganz plötzlich aufgetreten also "akut" sind (mögliche Ursachen: Hexenschuss, Bandscheibenvorfall, Nerveneinklemmung) oder ob sie seit Monaten in etwa gleicher Weise bestehen. Oder ob sie nur mal ein paar Tage lang bestanden und dann wieder verschwanden (tendentiell harmlos).

So gesehen ist die etwas hölzern klingende Diagnose "chronische Rückenschmerzen" durchaus aussagekräftig.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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