Welche Untersuchungen sind bei Rückenschmerzen notwendig?

Bei Menschen, die wegen neu aufgetretener, akuter Rückenschmerzen zum Arzt gehen, kann dieser in den meisten Fällen durch intensive Befragung und körperliche Untersuchung gefährliche Ursachen weitgehend ausschließen, so dass auch keine weiteren diagnostischen Maßnahmen erforderlich werden. Eine 100%ige Sicherheit gibt es natürlich nicht, aber die gibt es ja eigentlich nie.

Wann MRT und Röntgen notwendig werden

Anders sieht es aus, wenn sich Hinweise auf komplizierte bzw. spezifische Rückenschmerzen ergeben oder Ihre Beschwerden auch nach 4-6 Wochen noch nicht abgeklungen oder sogar stärker geworden sind. Dann besteht der Bedarf an weiterführenden, in der Regel bildgebenden Untersuchungsverfahren. Dazu zählen:

  • MRT (Magnet-Resonanz-Tomographie, auch Kernspin-Tomographie genannt)
  • CT (Computer-Tomographie)
  • eine einfache Röntgenaufnahme (selten nötig)

Auf Grundlage der Befundbeurteilung durch den Radiologen kann Ihr behandelnder Arzt dann gemeinsam mit Ihnen das weitere Vorgehen besprechen.

Labordiagnostische Methoden wie Blut- und Urinuntersuchungen kommen meistens erst dann zum Einsatz, wenn die Schmerzen über längere Zeit bestehen und von ihnen ein Beitrag zur Feststellung der Ursache zu erwarten ist. Was selten der Fall ist.

Autor: Dr. Hubertus Glaser

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