Wann sollte man auf Arzneimittel mit Teufelskralle lieber verzichten?

Die Afrikanische Teufelskralle, genauer gesagt ihre Wurzel, gehört zu den bewährten Heilpflanzen gegen Rückenschmerzen. Ihre schmerzlindernde Wirkung ist nachgewiesen. Allerdings können auch pflanzliche Arzneimittel in Einzelfällen gefährlich werden.

Im Falle der Teufelskralle gilt das vor allem, wenn man neben den Rückenschmerzen auch unter einem Magengeschwür oder Darmgeschwür leidet. Einzelne Inhaltsstoffe der Pflanze (Gerbstoffe) können nämlich die Beschwerden verschlimmern, weil sie die geschädigte Schleimhaut im Magen-Darm-Trakt angreifen. Wenn Sie solch ein Problem haben, sollten Sie also lieber auf das pflanzliche Mittel verzichten oder zumindest vorher mit Ihrem Arzt sprechen. Auch bei Gallensteinen sollte die Heilpflanze nur in Ausnahmefällen verwendet werden.

Nicht während der Schwangerschaft

Auch während der Schwangerschaft und Stillzeit sollten Sie auf Teufelskrallen-Präparate lieber verzichten. Nicht weil hier schon etwas passiert wäre, sondern einfach deshalb, weil dazu noch zu wenige Langzeiterfahrungen vorliegen. Das gilt auch für die Anwendung bei Kindern.

Und im Fall einer Allergie gegen einen der Inhaltsstoffe gilt natürlich auch ein Einnahme-Verbot.

utor: Dr. med. Jörg Zorn