Hilft die Teufelskralle wirklich gegen Rückenschmerzen?

Ja. Zumindest in vielen Fällen. Die südafrikanische Teufelskralle, wie sie mit vollem Namen heißt, gehört zu den wenigen Heilpflanzen, bei der die Wirkung gegen Rückenschmerzen sogar aus streng wissenschaftlicher Sicht eindeutig nachgewiesen ist.

Allerdings muss man einschränkend sagen, dass das nur für degenerative Rückenschmerzen gilt. Also für solche, die auf Verschleißerscheinungen zurückgehen. Das ist aber zugleich auch die häufigste Form von Rückenschmerzen. Außerdem handelt es sich "nur" um eine unterstützende Behandlung. An den Ursachen (Haltungsfehler, Verspannungen) muss trotzdem gearbeitet werden. Bei akuten Beschwerden wie zum Beispiel einem Bandscheibenvorfall ist die Teufelskralle eher nicht oder nur geringfügig wirksam.

Lindert Schmerz und Entzündungsreiz – aber nicht sofort

Die Teufelskralle stammt ursprünglich aus Südafrika und Namibia, daher ihr exotischer Name. Die Inhaltsstoffe haben unter anderem einen entzündungshemmenden und einen schmerzlindernden Effekt. Neben der Behandlung von Rückenschmerzen wird die Heilpflanze auch bei rheumatischen Beschwerden und anderen degenerativen Schmerzen des Bewegungsapparates eingesetzt.

Wichtig zu wissen: Bis die Teufelskralle wirkt, vergeht in der Regel etwas Zeit. Das hängt mit der Art der Inhaltsstoffe und ihrer Wirkweise zusammen. Man muss also etwas Geduld haben und darf keine Linderung akuter Beschwerden erwarten.

Die afrikanische Teufelskralle wird von verschiedenen Herstellern als Tee und in Tablettenform angeboten.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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