Rücken-OPs häufig unsinnig

Rückenbeschwerden werden offenbar immer häufiger per Operation behandelt. Und zwar deshalb, weil Ärzte ihren Patienten zunehmend zu einem solchen Eingriff raten. Doch nach Daten der Techniker Krankenkasse (TK) sind 85% dieser Eingriffe unsinnig.

85% der empfohlenen Operationen unnötig

Der Trend zu einer Rücken-OP ist eindeutig. Waren es bei den TK-Versicherten im Jahr 2006 noch 10.600 Wirbelsäuleneingriffe, stieg die Zahl bis 2011 auf 19.000. Das sind gut 25% mehr. Eine Umfrage bei Patienten mit Rückenschmerzen zeigt, dass jeder Zehnte von seinem Arzt eine OP empfohlen bekommt, bei chronischen Schmerzen ist es sogar jeder Sechste.

In einem Pilotprojekt wurde für die Vorschläge zu einer OP bei einem Gutachter eine Zweitmeinung eingeholt. Dieser Gutachter-Arzt beurteilte darauf hin, ob die OP aus seiner Sicht wirklich notwendig und sinnvoll ist. Das etwas erschreckende Ergebnis: In 85% der Fälle war der verordnete Eingriff demnach unsinnig, sagt die TK.

Autor: Christian Sachse, 30.03.2012
Quelle: Techniker Krankenkasse TK

Haben Sie eigene Erfahrungen oder eine andere Meinung? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar (bitte Regeln beachten).
Anzeigen