Juvenile idiopathische Arthritis: Klassifikation

Meistens wird die aus älteren Klassifikationen weiterentwickelte Klassifikation der International League of Associations for Rheumatology (ILAR) und der WHO von 1998 angewendet, um die verschiedenen Verlaufsformen in möglichst homogene Untergruppen für wissenschaftliche Fragestellungen (Risikofaktoren, Begleiterkrankungen, Komplikationen, Prognose, Therapie) zusammenzufassen.

Im klinischen Alltag hat sich diese Klassifikation nicht überall durchgesetzt, ihre Zweckmäßigkeit wird jedoch kontinuierlich wissenschaftlich evaluiert und in Kürze wird eine erneut revidierte Fassung erwartet.

Kategorisiert wird nach sechs Monaten Krankheitsdauer. In der Zeit ab sechs Wochen bis sechs Monate nach Krankheitsbeginn bleibt die Arthritis unklassifiziert. Für die Klassifizierung gilt die Erkrankungsmanifestation bis zum sechsten Monat nach Erkrankungsbeginn, auch wenn der Langzeitverlauf dann ein anderes Befallsmuster zeigt (z. B. gehen manche Oligoarthritiden im Verlauf in eine Polyarthritis über). Man unterscheidet aufgrund von Symptomen und Laborbefunden folgende Subgruppen:

  • Systemische juvenile Arthritis (älteres Synonym: Still-Syndrom)
  • Polyarthritis, Rheumafaktor positiv
  • Polyarthritis, Rheumafaktor negativ
  • Oligoarthritis
    • Persistent (d. h. 1–4 Gelenke im Langzeitverlauf >6 Monate)
    • Extended (d. h. >4 Gelenke im Langzeitverlauf >6 Monate)
  • Arthritis mit Enthesitis
  • Psoriasis-Arthritis
  • Andere Arthritiden
    • Erfüllen nicht die oben genannten Kriterien
    • Erfüllen die Kriterien mehrerer Kategorien

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