TNF-Blocker

TNF-Blocker sind Arzneistoffe, die in der Behandlung von entzündlichen Erkrankungen Anwendung finden. Sie sind Hemmstoffe des Signalstoffs Tumornekrosefaktor (TNF), der an der Steuerung der Zellaktivität des Immunsystems beteiligt ist. TNF kann Zelltod, Zell- und Gewebswachstum, Zelldifferenzierung und Ausschüttung anderer Signalstoffe anregen.

Er löst Fieber aus und ist an der Entstehung der Kachexie bei bestimmten Krankheiten beteiligt. Ferner wirkt TNF auf den Fettstoffwechsel, die Blutgerinnung, die Insulinresistenz und die endotheliale Funktion.

TNF-Blocker werden z. Zt. vor allem zur Behandlung der chronisch-entzündlichen Darmerkrankung Morbus Crohn, der Hautkrankheit Psoriasis und der Gelenkerkrankung Rheumatoide Arthritis genutzt.

Die wichtigsten medizinisch genutzten Vertreter der TNF-Blocker sind die monoklonalen Antikörper Infliximab, Adalimumab und Certolizumab sowie das gentechnolgisch hergestellte Eiweiß Etanercept.

TNF-Wirkungen werden auch durch natürlich vorkommende Substanzen, wie z. B. durch das aus dem gelben Ingwer stammende Curcumin oder die in grünem Tee vorkommenden Catechine gehemmt.


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