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Hilft eine Infusionstherapie mit Vitamin C bei Rheuma?

Die Vitamin-C-Hochdosis-Infusionstherapie kann bei der Rheumatoiden Arthritis die Entzündung reduzieren und schmerzlindernd wirken. Als unterstützende Maßnahme kann sie daher durchaus sinnvoll sein.

Die Rheumatoide Arthritis ist eine autoimmun bedingte chronisch-entzündliche Erkrankung des Binde-, Stütz- und Muskelgewebes, die vor allem die gelenknahen Strukturen befällt und dort im Besonderen die Gelenkinnenhaut (Synovialis). Unbehandelt mündet sie auf Dauer in einer Zerstörung der Gelenkstrukturen mit schmerzhafter Bewegungseinschränkung.

Vitamin C ist bei Rheuma Mangelware

Infolge der chronischen Entzündung kommt es zu anhaltendem oxidativem Stress, der zu starken Verlusten an Vitamin C in Entzündungszellen und im Plasma führt. Gleichzeitig konnte man nachweisen, dass eine zu geringe Aufnahme von Vitamin C und anderen Antioxidantien wie Vitamin E, β-Carotin oder Selen mit der Nahrung das Risiko für Erkrankungen aus dem entzündlich-rheumatischen Formenkreis erhöht.

Studien konnten zeigen, dass unter einer Hochdosis-Infusionstherapie mit Vitamin C die Laborwerte für das C-reaktive Protein (CRP), dem wichtigsten Marker für akute Entzündungsprozesse, um bis zu 40% sinken. Schmerzmittel und Cortison, die bei Dauereinnahme meist nicht ohne Nebenwirkungen sind, konnten in vielen Fällen eingespart bzw. in ihrer Dosis reduziert werden.

Vitamin C schützt auch Gefäße und Herz

Da es sich bei der Rheumatoiden Arthritis um eine systemische Erkrankung handelt, die den gesamten Körper einbeziehen kann, sind oft auch innere Organe mitbetroffen, vor allem die Blutgefäße und das Herz. So ist bekannt, dass Menschen mit Rheumatoider Arthritis ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse aufweisen. Die chronische Entzündung und der daraus resultierende oxidative Stress können, unabhängig von anderen bekannten Risikofaktoren, zu Schäden an der Innenwand der Blutgefäße führen.

Vitamin C in hoher Dosierung wirkt dem entgegen, indem es die Bildung gefäßschädigender Oxidationsprodukte unterbindet. Das Vitamin ist wichtig für den Abbau von Cholesterin und erhöht die Bioverfügbarkeit des Botenstoffes NO (Stickstoffmonoxid), der eine Entspannung der Gefäße (Vasodilatation) bewirkt. Dadurch verbessert sich die Durchblutung, und der Blutdruck sinkt.

Ergänzend zur medikamentösen Therapie

Dass Vitamin C gesund ist, ist allgemein bekannt. Seine antioxidativen Eigenschaften machen es zu einem effektiven Schutz für unsere Zellen und sind vor allem für das Bindegewebe wichtig. Da gerade bei entzündlichen Erkrankungen wie Rheuma der Bedarf an Vitamin C deutlich erhöht ist, kann die Behandlung mit hohen Dosen einen Versuch wert sein.

Wichtig ist, solche Maßnahmen immer als Unterstützung in die bestehende Behandlung zu integrieren. Die "klassische" Therapie ersetzen können sie nicht und sollten auch nicht in Konkurrenz dazu betrachtet werden.

Autorin: Dr. Kerstin Reider

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