Kann man rheumatische Schmerzen mit Paracetamol behandeln?

Ja. Das vor allem aus der Kindermedizin als Fiebersenker bekannte Paracetamol ist ein recht zuverlässiger Schmerzsenker bei rheumatischen Beschwerden. Allerdings wirkt Paracetamol tatsächlich nur auf den Schmerz und nicht auf die Entzündung, wie das zum Beispiel Ibuprofen und Diclofenac tun. Es ist damit bei reinem "Verschleiß-Rheuma" (Arthrose) besser geeignet als bei einer entzündlichen Gelenkentzündung (Arthritis).

 

Paracetamol ist im Gegensatz zu Acetylsalicylsäure (ASS), Ibuprofen und Diclofenac wesentlich magenfreundlicher. Dafür kann es bei dauerhaft höheren Dosierungen zu Leberschädigungen kommen. Es sollte deshalb am besten nur kurzzeitig oder bei längerem Bedarf nach Rücksprache mit dem Arzt angewendet werden.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

Alle Fragen und Antworten dazu finden Sie hier:
Paracetamol: Wirkung und Nebenwirkungen

Kommentare (1)
Ibuprofen / Paracetamol
1 Donnerstag, den 15. Oktober 2015 um 08:31 Uhr
Irmgard HOffmann
Bei schmerzhaftem Schulterproblem habe ich Ibuprofen bekommen vom Arzt. Hatte aber Magengeschwüre vor zwei Jahren, die aufgegangen sind (Teerstuhl), außerdem Bauchspeicheldrüsenentzündung vor drei Jahren.
Gestern habe ich die erste Ibu genommen, daraufhin Magenschmerzen und Durchfall, gestern den ganzen Tag und heute auch. Was kann ich einnehmen, dass meine Schulterentzündung in den Griff zu bekommen ist?
Danke und freundliche Grüße
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