Wie wirkt Naproxen bei Rheuma?

Naproxen ist ein bewährtes Schmerzmittel bei leichteren rheumatischen Schmerzen. Da der Wirkstoff nicht nur schmerzlindernd, sondern auch entzündungshemmend wirkt, ist er gerade bei entzündlichem Rheuma eine gute Alternative, weil Naproxen auch den Gelenkschwellungen entgegenwirkt.

Naproxen gehört zur Gruppe der nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR) und damit zur selben Substanzklasse wie Ibuprofen und Diclofenac. Wie alle NSAR hemmt Naproxen die Bildung der Prostaglandine. Das sind körpereigene Botenstoffe, die an der Schmerzwahrnehmung beteiligt sind. Aber eben auch an Entzündungsreaktionen im Körper, was die entzündungshemmende Wirkung von Naproxen erklärt.

Nicht zusammen mit Ibuprofen & Co

Zu beachten ist, dass Naproxen wie alle Vertreter seiner Substanzklasse auch Nebenwirkungen haben kann. Vor allem Magen-Darm-Probleme können auftreten, bis hin zu Magengeschwüren mit Blutungen.

Bitte nehmen Sie nicht gleichzeitig andere Schmerzmittel der gleichen Substanzklasse ein, wie Ibuprofen, Diclofenac oder ASS. Denn der Wirkmechanismus dieser Substanzen ist fast identisch, was unterm Strich einer Dosiserhöhung gleichkommt – mit deutlich gesteigerter Gefahr für Nebenwirkungen.

Präparate mit Naproxen

Außer unter seinem Eigennamen ist Naproxen unter folgenden Präparatenamen im Handel:

Heilpflanzen gegen Rheuma – was wir empfehlen

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  • Alacetan®
  • Aleve®
  • Apranax® (Schweiz)
  • Dolormin® für Frauen (wirkt auch gegen Menstruationsbeschwerden)
  • Dysmenalgit®
  • Mobilat® Schmerztabletten
  • Miramax® (Österreich)
  • Naprobene® (Österreich)
  • Proxen®

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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