Kortison-Therapie bei Rheuma

Ist es vernünftig, Rheuma mit Kortison-Tabletten zu behandeln? Wie lange kann man das machen, ohne dass ernsthafte Nebenwirkungen drohen? Gibt es Alternativen zum Kortison? Mehr dazu in diesem Kapitel.

Welche Nebenwirkungen hat Kortison?

Welche Nebenwirkungen haben Kortison-Tabletten?Kortison-Tabletten können gerade im akuten Stadium einer rheumatischen Erkrankung oftmals sehr effektiv die Beschwerden lindern. Das hängt mit der stark entzündungshemmenden Wirkung von Kortison zusammen. Denn das, was bei Rheuma zu den Schmerzen und Beschwerden führt, ist letztlich nichts anderes als eine überschießende Entzündungsreaktion des Körpers (meist in den Gelenken). Allerdings geht diese starke Wirkung von Kortison auch mit einer ganzen Reihe an möglichen Nebenwirkungen einher.

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Warum werden bei einer Kortison-Therapie meist zusätzlich Tabletten mit Vitamin D und Kalzium verschrieben?

Um einer Osteoporose vorzubeugen. Denn Kortison kann als Nebenwirkung zu einer Entkalkung des Knochens führen. Dies droht zwar erst bei längerer Einnahme, dennoch werden bei einer Behandlung mit Kortison-Tabletten (Sprays oder Salben sind bei weitem nicht so nebenwirkungsreich), die mehr als ein paar Tage andauert, häufig routinemäßig Vitamin D und Kalzium verordnet.

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Sollte man wegen der Nebenwirkungen von Kortison nicht lieber mit einer geringen Dosis starten?

Das klingt vernünftig, aber es ist falsch. Das Gegenteil ist der Fall. Man sollte eine Kortison-Therapie lieber mit hoher Dosis beginnen und dann schrittweise reduzieren. Es gilt also die Regel: wennschon, dennschon.

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Warum darf man eine Kortison-Therapie nicht zu rasch absetzen?

Dafür gibt es zwei verschiedene Gründe. Der eine davon ist vor allem zu Beginn der Behandlung relevant, der andere nach einer länger andauernden Therapie. Bevor wir das erläutern, zunächst mal die Grundregel: eine Kortison-Therapie immer lieber schrittweise und langsam reduzieren, also ausschleichen, nie zu abrupt absetzen.

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Wie entsteht ein Vollmondgesicht?

Das Vollmondgesicht gilt in der Medizin als typisches Anzeichen für einen erhöhten Kortisonspiegel im Blut. Das kann im Rahmen einer Erkrankung passieren, zum Beispiel wenn ein Tumor in den Nebennieren zu viel des Hormons produziert. Sehr viel häufiger aber ist das Vollmondgesicht Folge einer Kortison-Therapie.

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