Gichtanfall: Welche Nebenwirkungen hat Kortison (Prednisolon)?

Kortison hat an sich bei der Behandlung eines Gichtanfalls keine größeren Nebenwirkungen, da es nur einmalig und nicht dauerhaft gegeben wird.

Kaum Nebenwirkungen bei Kurzzeitgabe

Medikamente, die Kortison enthalten, können im akuten Gichtanfall alternativ zu den sogenannten nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) gegeben werden. Zu ihnen gehören unter anderem Naproxen, Ibuprofen, Indometacin oder Celecoxib. Wenn diese Arzneimittel nicht vertragen werden, können Mediziner auf Kortison umschwenken. Die Gabe erfolgt als Einmaldosis in Tabletten- oder Spritzenform. Auch die Applikation direkt ins betroffenen Gelenk ist möglich.

Die sonst bei einer Dauertherapie mit Kortison üblichen unerwünschten Nebenwirkungen wie

  • erhöhte Blutzuckerwerte und Verschlechterung eines Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit),
  • Muskelschwund,
  • Fettumverteilung,
  • Akne oder Dehnungsstreifen,
  • Grauer und Grüner Star am Auge,
  • Osteoporose

treten in der Regel nicht auf, wenn Kortison wie beim akuten Gichtanfall nur einmalig verabreicht wird.

Autorin: Dr. med. Susanne Endres

Alle Fragen und Antworten dazu finden Sie hier:
Kortison: Wirkung und Nebenwirkungen

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