Arthrose im Hüftgelenk: Hilft Krankengymnastik?

Ja. Um die unangenehmen Schmerzen im Bereich des Hüftgelenks zu lindern, nehmen viele Arthrose-Patienten eine ausgleichende Schonhaltung ein. Durch diese Fehlhaltung kann es zu Fehlbelastungen in anderen Gelenken kommen, während die Muskulatur einseitig beansprucht wird und der Knorpelverschleiß immer weiter zunimmt. Durch regelmäßige Krankengymnastik kann das Fortschreiten der Hüftgelenksarthrose (Coxathrose) verzögert und die Beschwerden können gelindert werden.

Auf welche Muskeln kommt es an?

Durch sanfte und gezielte physiotherapeutische Übungen (z.B. Kraft- und Dehnübungen, Koordinations- und Gleichgewichtsübungen) ist es möglich, die Muskulatur gezielt zu trainieren. Kräftige Muskeln (wichtig ist vor allem die Kräftigung der Gesäß- und Oberschenkelmuskulatur sowie die Stärkung der Rückenstreckmuskulatur) unterstützen die geschädigte Hüfte und helfen dabei, den kranken Knorpel des Hüftgelenks zu entlasten. Zudem hilft die Krankengymnastik dabei, die Körperhaltung und die Bewegungskoordination zu verbessern. Ein regelmäßig durchgeführtes Training kann außerdem einer Gelenkversteifung vorbeugen.

Bewegung fördert Gelenkschmiere

Was in diesem Zusammenhang auch wichtig ist: Bewegung fördert die Produktion von Gelenkflüssigkeit. Und Gelenkflüssigkeit versorgt die Knorpelzellen mit Nährstoffen und transportiert Abbauprodukte aus dem Knorpel aus dem Gelenk. Darüber hinaus hat die zähflüssige Gelenkflüssigkeit auch eine wichtige Schmierfunktion. Sie dient als eine Art elastischer Stoßdämpfer und verhindert damit ein direktes Reiben der Knorpelflächen des Hüftgelenks aufeinander, welches den Gelenkverschleiß begünstigt.

Begleitend zur Physiotherapie können folgende gelenkschonende Sportarten den Verlauf einer Arthrose verlangsamen:

  • Radfahren

  • Schwimmen

  • Aquajogging

  • Walken

Autorin: Nina Peterz

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