Sind Gelenkverschleiß und Arthrose dasselbe?

Ja. Eine Arthrose bezeichnet die Schädigung von Knorpelgewebe im und am Gelenk – und zwar durch Verschleiß. Eine Arthrose entsteht praktisch ausschließlich auf dem Boden einer Überlastung von Gelenken. Auch die Bezeichnung Gelenkabnutzung wird mitunter verwandt und stimmt ebenso.

Damit ist die Arthrose auch etwas komplett anderes als die Arthritis. Letztere ist eine Gelenkentzündung, wie sie bei Rheuma & Co auftreten kann. Eine Begriffszerlegung macht das deutlich:

  • arthros = Gelenk

  • ose = nicht-entzündlicher Prozess

  • itis = entzündlicher Prozess

Primäre Arthrose

Die Gelenke können im Laufe der Zeit aus unterschiedlichen Gründen verschleißen. Verschleiß bedeutet, dass sich die Knorpelsubstanz, die zwischen den Gelenken liegt und wie eine Art Stoßdämpfer wirkt, zerfasert und sich langsam abbaut. Dies kann je nach genetischer Veranlagung bei manchen früher und bei anderen später geschehen. In der Folge leiden die Betroffenen unter typischen Arthrose-Schmerzen. Fast jeder Erwachsene über 60 Jahre ist - mehr oder minder spürbar - vom altersbedingten Gelenkverschleiß (primäre Arthrose) betroffen.

Sekundäre Arthrose

Zudem haben auch äußere Ursachen einen großen Einfluss auf die Gelenkabnutzung. Bei jungen Erwachsenen spielt vor allem der persönliche Lebensstil (z.B. Beruf, Ernährung sowie körperliche Fitness) eine wesentliche Rolle, ob es zu einem frühzeitigen Verschleiß der Gelenke kommt. Denn Risikofaktoren wie Übergewicht, Fehlstellungen, Überbelastung der Gelenke oder mangelnde Bewegung können eine Arthrose begünstigen. Daher kann es sein, dass auch schon Menschen mit 30 oder 35 Jahren von einer Arthrose betroffen sind. Sogar Kinder können eine Arthrose bekommen. Bei ihnen ist dann aber meist eine angeborene Erkrankung der Gelenke die Ursache, da in jungen Jahren eine normale Abnutzung praktisch ausgeschlossen ist.

Autorin: Nina Peterz