Kann man auch schon als junger Erwachsener Arthrose bekommen?

Ja, das ist möglich. Die Arthrose gilt zwar als klassische Alterskrankheit, kann aber durchaus schon mit 30 Jahren Beschwerden verursachen. Der Grund dafür ist, dass viele verschiedene Ursachen einen Verschleiß der Gelenke begünstigen.

Bei Gelenkveränderungen in jüngeren Jahren handelt es sich fast immer um eine sekundäre Arthrose. Sekundäre Arthrose heißt, dass der Gelenkverschleiß durch äußere Einflüsse entsteht, also zum Beispiel durch starke Belastungen bestimmter Gelenke (Handwerker, Sportler, Fehlstellungen der Füße oder Beine). Bei älteren Personen (über 50) handelt es sich hingegen meist um eine primäre Arthrose. Das ist, wenn man so will, die „normale“ Arthrose, die durch halbwegs „normale“ Belastungen über einen längeren Zeitraum irgendwann zu einem chronischen Verschleiß der Gelenke führt.

Arthrose mit 35 - Ursachen

Gleichwohl bekommt nicht jeder Mensch in höherem Alter zwingend eine Arthrose. Zu den Risikofaktoren für eine Arthrose gehören unabhängig vom Alter:

  • Übergewicht

  • mangelnde Bewegung

  • übermäßiger Sport (z.B. Leistungssport)

Aber auch genetische Faktoren (erblich bedingte Störung), dauerhafte Fehlbelastungen (Gelenkfehlstellungen wie O-Beine oder X-Beine) oder akute Verletzungen (schlecht verheilende Knochenbrüche) können eine Arthrose begünstigen.

Durch eine unbehandelte (angeborene) Gelenkfehlstellung, wie die „Hüftdysplasie“ zum Beispiel, können sogar schon Kinder von einer Arthrose betroffen sein. Darüber hinaus kann auch eine Stoffwechselerkrankung wie Gicht, bei der es zu einer Ablagerung von Harnsäurekristallen in den Gelenken kommt, zu einer frühzeitigen Abnutzung des Knorpelgewebes führen.

Autorin: Nina Peterz