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Wodurch entsteht eine Arthrose in den Fingern?

Man unterscheidet zwei verschiedene Formen der Arthrose: eine primäre und eine sekundäre. Bei der sekundären stehen bestimmte Erkrankungen im Hintergrund, während sich eine primäre Arthrose durch langjährigen Verschleiß ohne spezifische Grundursache entwickelt. Es gibt allerdings einige Risikofaktoren.

Dazu zählen u.a.:

  • weibliches Geschlecht
  • hormoneller Status (Menopause)
  • Alter
  • familiäre Vorbelastung
  • Übergewicht
  • Verletzungen und Laxheit der Gelenke
  • Belastung im Alltag und Beruf

Primär: vor allem ältere Frauen

Bei der Fingerarthrose scheint die Genetik eine vergleichsweise große Rolle zu spielen, wohingegen Fehlbelastungen weniger relevant sind als etwa bei den stark beanspruchten Knien. Weil Frauen deutlich häufiger betroffen sind, vermuten Ärzte einen Zusammenhang mit der hormonellen Umstellung in den Wechseljahren.

Die primäre Arthrose ist eine häufige Erkrankung und führt die Liste der Gelenkveränderungen an. In unserer alternden Gesellschaft spielt sie zunehmend eine Rolle, denn das Risiko für den Gelenkverschleiß steigt mit dem Alter an. Ab dem 6. Lebensjahrzehnt häufen sich die Fälle deutlich.

Sekundär: Rheuma und andere Erkrankungen

Eine sekundäre Arthrose entwickelt sich dagegen infolge einer anderen Erkrankung oder auch Verletzung der Gelenke. Das können entzündliche Gelenkveränderungen wie Rheuma (z.B. rheumatoide Arthritis), bakterielle Infektionen oder Knochenbrüche sein, die bis ins Gelenk reichen. Auch ganz andere Grunderkrankungen können eine sekundäre Form der Gelenkzerstörung begünstigen.

Unsere Gelenke sind eine wahre feinmechanische Meisterleistung. Das ist auch wichtig, wenn man bedenkt, welchen Belastungen sie im Verlauf der Lebens ausgesetzt sind. Die Knochenenden werden mit einem knorpeligen Überzug voneinander abgepuffert. Eine schmierige Flüssigkeit innerhalb der Gelenkkapsel ermöglichst ein reibungsloses Gleiten und versorgt die Gelenkstrukturen außerdem mit den nötigen Nährstoffen. Von außen stabilisieren und lenken stramme Bänder und Muskeln das Gelenk.

Stetiger Zerstörungsprozess

Eine primäre Arthrose in den Fingern entsteht nicht von heute auf morgen, sondern entwickelt sich stetig. Dabei spielen Ab- und Umbauprozesse eine Rolle, wodurch der Knorpel nach und nach ausdünnt. Es folgen körpereigene Reparaturversuche. Was gut gemeint ist, mündet schließlich in einen Teufelskreis aus zunehmender Instabilität und Entzündungsreaktionen, die schließlich auch die Knochenenden angreifen.

Man unterscheidet mehrere Stadien der Erkrankung. Während die Ausdünnung des Knorpels am Anfang noch gar nicht bemerkt wird, bereitet eine sogenannte aktivierte Arthrose mit entzündlichen Reaktionen oft starke Beschwerden, die schließlich in einen Dauerschmerz münden können. Die Gelenkveränderungen können dabei im Röntgenbild verfolgt werden: Der Gelenkspalt wird schmaler, die Gelenkflächen inhomogener, und am Knochen bilden sich zunehmend Wülste (Osteophyten) aus.

An den Fingern sind dabei besonders die Daumensattelgelenke am Übergang zum Handgelenk sowie die Mittel- und Endgelenke der Finger betroffen.

Autorin: Eva Bauer (Ärztin)

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