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Finger-Arthrose: Was kann ich gegen die Schmerzen tun?

Eine ganze Menge. Gerade im Anfangsstadium lässt sich die Erkrankung oft mit einfachen Mitteln positiv beeinflussen. Wichtig ist, die lädierten Gelenke zu entlasten, gleichzeitig aber gezielt zu trainieren und zu stärken.

Wie das geht, lernen Sie in der Physiotherapie. Dabei werden die Gelenke aktiv und passiv bewegt und die umliegenden Muskeln gestärkt. In der Ergotherapie wird Ihnen außerdem u.a. gezeigt, wie Sie am besten zugreifen, um Ihre Gelenke nicht zu überlasten.

Gelenke brauchen Bewegung

Viele Betroffene neigen dazu, ihre Finger möglichst wenig zu bewegen, damit die Schmerzen erst gar nicht auftreten. Das ist verständlich, aber nicht der richtige Weg.

Bei einer akuten Entzündung mit geschwollenen, geröteten, stark schmerzenden Gelenken müssen die Finger natürlich geschont und ruhiggestellt werden. In den beschwerdefreien Phasen ist es aber umso wichtiger, sie gezielt in Bewegung zu halten. Denn der Gelenkknorpel braucht regelmäßige Impulse, um geschmeidig zu bleiben und ausreichend mit Nährstoffen versorgt zu werden. Und auch die anderen Gelenkstrukturen brauchen Bewegung, um nicht "einzurosten".

Genau das soll nämlich bei einer Arthrose der Finger möglichst vermieden werden. Dabei gilt es, Bewegungen gezielt zu steuern und das richtige Maß zwischen Be- und Entlastung zu finden.

Mal warm, mal kalt

Daneben gibt es einige Mittel und Tricks, die Sie einfach einmal ausprobieren können. Wenn ein Gelenk akut überreizt oder entzündet ist, helfen oft kühle Umschläge. Auch Salben können dem überlasteten Gelenk guttun.

In beschwerdefreien Phasen ist dagegen eher Wärme geeignet. In der kalten Jahreszeit sind gerade die Hände der Kälte oft am stärksten ausgeliefert. Als Endglieder haben sie bei der Versorgung mit Blut und Wärme das Nachsehen und kühlen rasch aus. Packen Sie sich daher im Winter gut ein, tragen Sie Handschuhe und vermeiden Sie wenn möglich Kälte und Nässe.

Auch Fingerbäder und andere wärmende Anwendungen mit Moor oder Fango können helfen und entspannen gleichzeitig Muskeln, Bänder und Sehnen. In der Apotheke finden Sie entsprechende Mittel und Beratung.

Lassen Sie sich unterstützen

Kleine Helfer im Alltag können Ihnen das Leben enorm erleichtern. Es gibt Griffhilfen für Stifte, Besteck und Werkzeuge oder auch spezielle Flaschenöffner. Dadurch können Sie vieles einfacher bedienen und verhindern ungünstige Gelenkstellungen und Fehlbelastungen.

Wenn sich die Beschwerden mit den genannten Mitteln nicht eindämmen lassen oder ein Gelenk akut entzündet ist und starkt schmerzt, führt an Schmerzmedikamenten natürlich kein Weg vorbei. Bei fortgeschrittener Erkrankung mit Dauerschmerzen müssen unter Umständen auch operative Verfahren in Betracht gezogen werden.

Bis es soweit ist, gibt es aber viele Wege, den Beschwerden bei Arthrose entgegenzuwirken und sie möglichst schon vorsorglich zu vermeiden. Ärzte, Ergo- und Physiotherapeuten können Ihnen dabei wichtige Tipps und Ratschläge geben. Umsetzen müssen Sie die erlernten Übungen und Techniken im Alltag dann aber selbständig.

Autorin: Eva Bauer (Ärztin)

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