Hilft die Eigenblut-Therapie gegen Arthrose?

Die Eigenblut-Therapie ist ein noch recht junges Verfahren gegen Verschleißerscheinungen in Gelenken, also Arthrose. Außerdem wird sie von einigen Ärzten auch bei chronischen Überlastungserscheinungen wie Sehnenschmerzen oder Sehnenentzündungen empfohlen. Die Methode gilt nach wissenschaftlichen Standards noch als fragwürdig, weil eindeutige Wirksamkeitsnachweise fehlen. Deshalb lehnen es die Krankenkassen bis jetzt auch ab, die Kosten zu übernehmen.

Erst wird das eigene Blut aufbereitet

Das Prinzip in Kurzform: Erst wird einem Blut entnommen, das wird dann in einem speziellen Laborverfahren aufbereitet, so dass nur noch ganz bestimmte, wachstumsfördernde Blutstoffe übrig bleiben. Die werden dann in das betroffene Gelenk gespritzt. Diese Wachstumsfaktoren sollen dann die Regeneration des Knorpelgewebes fördern. Da das aufbereitete Blut im Fachchinesisch "autologes conditioniertes Plasma" genannt wird, spricht man auch von ACP-Therapie.

Empfohlen wird die Behandlung vor allem von den Ärzten, die sie anbieten. Also von denjenigen, die daran verdienen. Das muss nicht unbedingt heißen, dass die Methode wirkungslos ist, aber man sollte es in seine Überlegungen gleichwohl einfließen lassen. Die in den meisten Fällen empfohlenen sechs Sitzungen kosten ca. 700 €.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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