Rheuma-Medikamente senken Hautkrebsrisiko

Bestimmte Rheuma-Mittel scheinen vor Hautkrebs zu schützen. Das zumindest legt eine dänische Studie nahe.

Die Rede ist von Schmerzmitteln wie Acetylsalicylsäure (Aspirin®), Ibuprofen und Naproxen. Ärzte von der Universitätsklinik Aarhus haben Patientendaten aus den Jahren 1991 bis 2009 analysiert. 18.000 Fälle mit Hautkrebs verglichen sie mit knapp 180.000 Patienten ohne Hautkrebs. Das Ergebnis: Diejenigen Patienten, denen mehr als zweimal Schmerzmittel verschrieben worden waren, erkrankten um 15% seltener an bösartigem Hautkrebs (Melanom und Plattenepithelkarzinom). Wurden die Schmerzmittel höher dosiert, nahm dieser Effekt sogar noch zu. Für eine bestimmte Hautkrebsvariante, das nur bedingt bösartige Basaliom, fand sich kein Zusammenhang mit der Einnahme von Schmerzmitteln.

Warum Schmermittel so wirken, hat eine bereits 2005 erschiene Studie in Australien schon einmal zu erklären versucht. Die Schmerzmittel blockieren Entzündungsreaktionen im Körper, die für das Entstehen von Hautkrebs ausschlaggebend sein könnten.

WANC 29.05.2012
Quelle: Cancer

Haben Sie eigene Erfahrungen oder eine andere Meinung? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar (bitte Regeln beachten).
Anzeigen