Rauchen kann entzündliches Rheuma auslösen

Beim klassischen Rheuma, der rheumatioiden Arthritis, schädigen Entzündungen Knochen und Gelenke. Ursache ist ein verwirrtes Immunsystem, das sich gegen gesunde Bereiche des Körpers wendet. Auslöser dieser Verwirrungen sind Gendefekte sowie Umwelteinflüsse und Infektionen. Wissenschaftler haben in Studien festgestellt, dass der Prozess der Zerstörung durch Rauchen in Gang gesetzt werden kann.

Auch Paradontose kann Ursache sein

Rheumatoide Arthritis bedeutet in erster Linie Schmerzen. Diese treten zuerst an anschwellenden Fingergelenken auf, können sich dann auf alle Gelenke ausbreiten und sogar zu Schäden an Organen führen. Mediziner nennen diese Abfolge von Entzündungen und Knochenschädigungen Autoimmunerkrankung, weil es Zellen des Immunsystems sind, die den eigenen Körper angreifen.

Mittlerweile haben Wissenschaftler herausgefunden, was das Risiko für das Entstehen dieser Krankheit erhöht. Eine Zahnfleischentzündung (Parodontitis) kann beispielsweise Auslöser für eine rheumatoide Arthritis sein. Oder auch das Epstein-Barr-Virus, das für das Auftreten von Herpes verantwortlich ist.

Nikotin bringt Immunsystem auf falsche Fährte

Allerdings können auch bestimmte Lebensgewohnheiten das Auftreten von entzündlichem Rheuma befördern: vor allem das Rauchen. Studien haben nämlich gezeigt, dass Zigarettenrauch Einfluss auf das Immunsystem nimmt. Nikotin setzt sich auf Immunzellen fest und schaltet sie quasi an. Außerdem verändert Nikotin besitmmte körpereigene Eiweiße. Diese werden dann vom Immunsystem als Eindringlinge erkannt und angegriffen.

WANC 29.03.2012
Quelle: Universitätsklinikum Erlangen-Nürnberg

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