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Früherkennung

Nach der AWMF-Leitlinie „Prostatakarzinom“ von 2002  wird allen Männern ab 50 (oder ab 45 bei positiver Familienanamnese, also bei betroffenen Familienangehörigen) zu einer jährlichen Vorsorgeuntersuchung durch einen Facharzt geraten, die neben der rektalen Tastuntersuchung der Prostata auch die Bestimmung des PSA-Wertes durch einen PSA-Test beinhalten soll.

Eine zusätzliche Ultraschalluntersuchung der Prostata (TRUS für transrektalen Ultraschall) durch den After ist nicht überall verfügbar und wird in Deutschland derzeit als allgemeine Früherkennungsmaßnahme nicht empfohlen. Ist eine dieser drei Untersuchungen auffällig, werden zur definitiven Diagnose mittels Biopsie, meistens durch Stanzbiopsie, mehrere Gewebeproben entnommen. Die Stanzbiopsie ist auch bei völlig unauffälligem Tastbefund der rektal-digitalen Untersuchung ab einem PSA-Wert von 4 ng/mL angezeigt.

Die Leitlinie zur Früherkennung wird aktuell neu erarbeitet. Ein Problem der bisherigen Empfehlungen wird im relativ geringen positiv prädiktiven Wert (unter 20%) der PSA-Bestimmung mit festem Schwellenwert gesehen; von der Einführung eines eventuellen Anstieges im Vergleichszeitraum als Verdachtskriterium verspricht man sich eine höhere Effizienz und die Vermeidung unnötiger Biopsien. Zudem geht die Tendenz dahin, festgestellte Karzinome zunächst zu beobachten und nur bei zweifelsfreier Progredienz zu intervenieren. Zur Evaluierung verschiedener Vorsorge-Regimes laufen derzeit zwei große Studien. Als weitere Möglichkeit der Früherkennung des Prostatakrebses wird die Bestimmung des Proteins S100A9 im Blut diskutiert.

In einem Interview mit dem Deutschlandfunk (Ausstrahlung am 4. Januar 2006) wies Robert Allan Weinberg, Krebsforscher am Whitehead-Institut für biomedizinische Forschung in Cambridge bei Boston, darauf hin, dass in den Vereinigten Staaten sechsmal häufiger Prostatakrebs diagnostiziert werde als in Dänemark. Die Sterblichkeit sei in beiden Ländern jedoch gleich hoch.

Forscher um Arun Sreekumar von der University of Michigan in Ann Arbor (USA) identifizierten ein Stoffwechselprodukt namens Sarkosin, welches als sogenannter Biomarker bei einem Prostatatumor in stark erhöhter Konzentration im Urin des Betroffenen nachweisbar ist und ein deutlich besserer Indikator für diese Erkrankung im fortgeschrittneren Stadium mit ihrer jeweilig unterschiedlichen Aggressivität darstellt, als der nicht immer eindeutige PSA-Test. Nach Ansicht der an der Studie beteiligten Wissenschaftler wäre auf Grund dieser Erkenntnis ein neuer und wohl auch zuverlässigerer Test zur Früherkennung von Prostatakrebs möglich.


Der Beitrag "Früherkennung" auf www.navigator-medizin.de basiert auf dem Artikel Prostatakrebs aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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