Prostatakrebs: Kann zu hohes Cholesterin die Ursache sein?

Offenbar ja. Es gibt mehrere Studien, die bei Männern mit erhöhten Cholesterinwerten ein erhöhtes Risiko für Prostatakrebs nachgewiesen haben. Warum das so ist, darüber wird aber noch etwas gerätselt.

Eine der größten Studien zu dieser Fragestellung wurde 2006 in Italien durchgeführt. Die Wissenschaftler verglichen die Daten von rund 1.500 Männern mit Prostatakrebs und 1.500 gesunden Vergleichspersonen. Das Ergebnis: Die Männer mit Prostatakrebs hatten um 50% häufiger erhöhte Cholesterinwerte. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass zu hohes Cholesterin im Blut das Risiko für Prostatakrebs verdoppelt.

Letztlich liegt es eher am Testosteron

Die genauen Zusammenhänge sind zwar noch unklar, die meisten Experten vermuten aber, dass es an den männlichen Geschlechtshormonen liegt. An deren Herstellung ist nämlich Cholesterin beteiligt und Testosteron und Abkömmlinge gelten schon länger als Mitauslöser von Prostatakrebs. Es könnte also sein, dass ein Zuviel an Cholesterin die Produktion dieser Sexualhormone etwas zu stark ankurbelt.

Wie es auch sei: Sein Cholesterin in gesunden Grenzen zu halten, lohnt sich ja sowieso. Jetzt gibt es – zumindest für Männer – noch einen Grund mehr.

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Autor: Dr. med. Jörg Zorn
Quelle: Deutsches Krebsforschungszentrum

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