Wird Prostatakrebs vererbt?

Prostatakrebs ist keine Erbkrankheit im klassischen Sinne, aber nach jüngsten Erkenntnissen spielen genetische Faktoren bei der Entstehung offenbar zumindest eine Teil-Rolle. So wurde in einer großen schwedischen Studie festgestellt, dass das persönliche Risiko zunimmt, wenn in der Familie direkte männliche Angehörige (Vater, Bruder) an Prostatakrebs erkrankt sind.

Dabei gilt: Um so früher die Erkrankung bei den Angehörigen auftritt, je jünger die Betroffenen also zum Zeitpunkt der Diagnose sind, um so höher ist das eigene Risiko, ebenfalls zu erkranken.

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Allerdings muss man bei der Interpretation solcher Daten immer auch vor zu großer Panik warnen: Längst nicht alle Männer, deren direkte Angehörige ein Prostatakarzinom bekommen haben, erkranken auch selbst. Nur die Gefahr ist relativ betrachtet größer. Der Rat der Experten: Wenn Ihr Vater oder Bruder an Prostatakrebs erkrankt ist, dann sollten Sie zur Sicherheit schon recht frühzeitig mit regelmäßigen Krebsvorsorgeuntersuchungen beginnen, denn auch für Prostatakrebs gilt: um so früher er entdeckt wird, um so höher die Heilungschancen.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn
Quelle: Deutsches Krebsforschungszentrum

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