Prostatakrebs: Ursachen & Risiko

Welche Ursachen hat Prostatakrebs? Wie hoch ist das persönliche Risiko? Und wovon hängt das ab? Darum geht es in diesem Kapitel.

Hat die sexuelle Aktivität Einfluss auf das Prostatakrebs-Risiko?

Klares Nein. Egal, ob Sie nun keinen, wenig oder sehr viel Sex haben – für das Risiko, Prostatakrebs zu bekommen, ist das völlig unerheblich.

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Erhöht die gutartige Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie) das Krebsrisiko?

Nein, nach bisherigen Erkenntnissen nicht. Die benigne Prostatahyperplasie, also die gutartige Vergrößerung der Vorsteherdrüse, ist ja sehr häufig und kann teilweise ähnliche Beschwerden hervorrufen wie ein Karzinom.

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Wird Prostatakrebs vererbt?

Prostatakrebs ist keine Erbkrankheit im klassischen Sinne, aber nach jüngsten Erkenntnissen spielen genetische Faktoren bei der Entstehung offenbar zumindest eine Teil-Rolle. So wurde in einer großen schwedischen Studie festgestellt, dass das persönliche Risiko zunimmt, wenn in der Familie direkte männliche Angehörige (Vater, Bruder) an Prostatakrebs erkrankt sind.

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Entsteht Prostatakrebs durch zu viel Testosteron?

Fest steht: Männer, die vor der Pubertät ihre Hoden verloren und kein Testosteron zum Hormonausgleich eingenommen haben, bekommen keinen Prostatakrebs.

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Kann man auch schon als junger Mann an Prostatakrebs erkranken?

Das ist so gut wie ausgeschlossen. Prostatakrebs ist eine typische Erkrankung des höheren Alters, vor dem 50. Lebensjahr kommt sie fast nie vor.

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Mein Vater ist an Prostatakrebs erkrankt: Ist dann auch mein Risiko erhöht?

Ja. Das persönliche Risiko nimmt zu, wenn in der Familie direkte männliche Angehörige (Vater, Bruder) an Prostatakrebs erkrankt sind. Allerdings muss man bei der Interpretation solcher Daten immer auch vor zu großer Angst warnen: Längst nicht alle Männer, deren Väter ein Prostatakarzinom bekommen haben, erkranken auch selbst. Nur die Gefahr ist relativ betrachtet größer.

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Mein Bruder ist an Prostatakrebs erkrankt: Ist dann auch mein Risiko erhöht?

Ja. Das persönliche Risiko nimmt zu, wenn in der Familie direkte männliche Angehörige (Vater, Bruder) an Prostatakrebs erkrankt sind. Allerdings muss man bei der Interpretation solcher Daten immer auch vor zu großer Angst warnen: Längst nicht alle Männer, deren Brüder ein Prostatakarzinom bekommen haben, erkranken auch selbst. Nur die Gefahr ist relativ betrachtet größer.

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Erhöht Alkohol das Prostatakrebs-Risiko?

Nein. Alkohol hat mit der Entstehung von Prostatakrebs nichts zu tun.

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Prostatakrebs: Kann zu hohes Cholesterin die Ursache sein?

Offenbar ja. Es gibt mehrere Studien, die bei Männern mit erhöhten Cholesterinwerten ein erhöhtes Risiko für Prostatakrebs nachgewiesen haben. Warum das so ist, darüber wird aber noch etwas gerätselt.

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Senken Phytohormone aus Soja das Prostatakrebs-Risiko?

Nein. Zumindest konnte ein solcher Zusammenhang bisher nicht nachgewiesen werden.

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Senkt Selen das Prostatakrebs-Risiko?

Nein. Zumindest konnte ein solcher Zusammenhang bisher nicht nachgewiesen werden. In einer früheren Studie hatte es mal einen Hinweis darauf gegeben, dass Selen als Nahrungsbestandteil das Risiko für Prostatakrebs senken könnte. Eine Untersuchung, die das gezielt überprüfte, konnte das aber nicht bestätigen.

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Erhöht eine Infektion mit dem humanen Papillomvirus (HPV) das Prostatakrebsrisiko?

Nein. Etwa Dreiviertel aller sexuell aktiven Menschen stecken sich mindestens einmal im Leben mit dem humanen Papillomvirus (HPV) an. Meist merkt man davon gar nichts.

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Erhöht eine Sterilisation (Vasektomie) das Prostatakrebs-Risiko?

Klares Nein. Die Vasektomie (Durchtrennung der Samenleiter zur Empfängnisverhütung) hat keinen Einfluss auf das Risiko, Prostatakrebs zu bekommen.

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