Prostatakrebs: Untersuchungsbefunde verstehen

Welche Stadien von Prostatakrebs gibt es? Und was bedeuten die Abkürzungen TNM oder G? Darum geht es in diesem Kapitel zu den Befundberichten.

Diagnose Prostatakrebs: Was bedeutet im Befundbericht TNM?

Das TNM-System dient der Beurteilung der Ausbreitung eines Tumors. Es wird nicht nur bei Prostatakrebs, sondern bei fast allen Krebserkrankungen angewandt.

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Was bedeutet bei einem Prostatakrebs-Befund T1, T2, T3 oder T4?

Um die Ausbreitung eines Prostatatumors zu klassifizieren, benutzen Mediziner das sogenannte TNM-System. Das "T" steht dabei für die Größe des Krebsherdes, das "N" für befallene Lymphknoten und das "M" für das Vorhandensein oder Nicht-Vorhandensein von Metastasen (Tochtergeschwülsten).

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Was bedeutet bei einem Prostatakrebs-Befund N0 oder N1?

Der Befundbericht bei einem Prostatakrebs enthält meist die sogenannte Klassifizierung nach TNM. Das "N" steht dabei für die benachbarten Lymphknoten. Sind diese tumorfrei, spricht man von NO, enthalten sie Krebszellen, heißt es N1.

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Was bedeutet im Befundbericht über Prostatakrebs MO oder M1?

Mit M0 und M1 wird zum Ausdruck gebracht, ob der Tumor bereits Fernmetastasen gebildet hat. M0 (keine Metastasen) ist also deutlich günstiger als M1. Allerdings wachsen viele Prostatatumoren so langsam, dass selbst M1 eine nicht so fatale Diagnose ist wie bei anderen Krebsarten.

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Was bedeutet bei Prostatakrebs der Gleason-Score?

Der Gleason-Score sagt etwas über die Zelleigenschaften des Tumors aus. Je höher der Wert liegt, desto aggressiver und gefährlicher sind die Krebszellen einzuschätzen.

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Diagnose Prostatakrebs: Was meinen Ärzte, wenn sie vom "Grading" des Tumors sprechen?

Das "Grading" eines Tumors beschreibt seine Zellbeschaffenheit und das Ausmaß seiner Aggressivität. So kann es durchaus große Unterschiede geben, was die Wachstums- und Ausbreitungseigenschaften der Krebszellen angeht.

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Was bedeutet Prostatakarzinom vom Typ G1 oder G4?

Um die Gefährlichkeit eines Prostatatumors einschätzen zu können, werden im Rahmen der Abklärungsdiagnostik Gewebeproben entnommen und die Krebszellen auf ihre Wachstumseigenschaften hin untersucht. Das Ergebnis wurde bis vor einigen Jahren im "Grading-System" ausgedrückt, nämlich in G1, G2, G3 oder G4.

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Verdacht auf Prostatakrebs: Was bedeutet im Befundbericht die Abkürzung HGPIN?

Ärzte lieben es, wenn sie keiner versteht (außer Kollegen). HGPIN ist die Abkürzung für "hochgradig prostatische intraepitheliale Neoplasie". Auf deutsch heißt das, man hat im Prostatagewebe Zellen gefunden, die hochverdächtig für eine Krebsvorstufe sind.

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Verdacht auf Prostatakrebs: Was bedeutet im Befundbericht die Abkürzung LGPIN?

Im Prinzip ist das eine Entwarnung. LGPIN steht für "niedriggradige (low grade) prostatische intraepitheliale Neoplasie". Darunter kann sich ein normaler Mensch aber natürlich nichts vorstellen.

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Verdacht auf Prostatakrebs: Was bedeutet im Befundbericht die Abkürzung ASAP?

Die Abkürzung ASAP steht für "atypische mikroazinäre Proliferation". Mit dieser zungenbrecherischen Bezeichnung werden Zellverbände in der Prostata beschrieben, die zwar noch kein Krebs sind, aber ein hohes Potential haben, sich zu einem bösartigen Tumor zu entwickeln.

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Biopsie-Befund "ASAP" oder "HGPIN": Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich Prostatakrebs habe?

Leider relativ hoch. Wenn bei einer Prostatabiopsie Zellverbände gefunden werden, die als HGPIN (hochgradig prostatische intraepitheliale Neoplasie) oder ASAP (atypische mikroazinäre Proliferation) klassifiziert werden, besteht eine recht große Gefahr, dass diese Zellen zu einem bösartigen Tumor werden, oder dass an anderer Stelle bereits ein Krebsherd vorliegt.

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Warum heißt der Gleason-Score Gleason-Score?

Der Gleason-Score wurde in den 70er Jahren von einem amerikanischen Pathologen namens Donald F. Gleason entwickelt. Da auch in der Medizin die Mühlen langsam mahlen, dauerte es aber noch einige Jahre, bis sich das Beurteilungssystem für die Gefährlichkeit eines Prostatakarzinoms durchsetzte.

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