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Welche möglichen Komplikationen hat eine Biopsie der Prostata?

Die transrektale (über den Enddarm durchgeführte) Prostata-Biopsie ist ein relativ einfacher und sicherer Eingriff. Insgesamt treten Komplikationen eher selten auf, können aber eine weitere medikamentöse oder operative Behandlung erforderlich machen.

Die meist ambulante Gewebeentnahme wird gerne unter lokaler Betäubung und einem Antibiotikaschutz durchgeführt. Letzteres wird prophylaktisch eingesetzt, um das Risiko einer Infektion durch Darmkeime zu vermindern.

Schonen Sie sich

Auch wenn es nur ein kleiner operativer Eingriff ist, sollten Sie sich nach der Biopsie ein bis zwei Tage schonen. Meiden Sie anstrengende körperliche Arbeit, sportliche Tätigkeiten sowie den Besuch von Sauna und Schwimmbad.

Direkt nach dem Eingriff sollten Sie möglichst keine Maschinen bedienen oder aktiv am Straßenverkehr teilnehmen. Die eingesetzten Medikamente könnten Ihre Fähigkeiten diesbezüglich einschränken.

Leichte Nebenerscheinungen

Es ist nicht ungewöhnlich, dass Sie nach der Gewebeentnahme ein leichtes Druckgefühl spüren. Das ist völlig normal und erfordert nur selten den Einsatz eines Schmerzmittels.

Auch kommt es vor, dass einige Tage nach dem Eingriff geringe Blutbeimengungen im Urin oder im Sperma zu sehen sind. Diese sind, ebenso wie kleine Blutauflagerungen auf dem Stuhl, im Rahmen des kürzlich durchgeführten Eingriffs harmlos und kein Grund zur Beunruhigung.

Kleiner Tipp: Trinken Sie ausreichend, vor allem Wasser. Das sorgt für eine gute Spülung der Harnwege.

Wenn es ernst wird

Wie bei jeder anderen noch so kleinen Operation kann es natürlich auch im Rahmen der Prostata-Biopsie zu unerwarteten Folgen kommen.

Zu den möglichen, seltenen Komplikationen gehören:

  • Blutungen: Eine starke Blutung aus Harnröhre oder Darm kann auf die Verletzung eines größeren Blutgefäßes hindeuten. Ein Zustand, den Sie sofort Ihrem behandelnden Arzt vorstellen müssen! Eine geringe, dafür schon länger (über zwei Wochen) anhaltende Blutbeimengung im Urin oder im Sperma kann dagegen für eine verzögerte Wundheilung sprechen. Auch dieser Befund sollte selbstverständlich abgeklärt werden.
  • Entzündungen: Obwohl Sie zur Vorbeugung vor Infektionen ein Antibiotikum erhalten haben, kann es dennoch sein, dass sich Keime ausbreiten. Es kann dann zu einer Prostatitis (akute Prostataentzündung) oder zu einem Harnwegsinfekt kommen. Auch können sich diese Entzündungen abkapseln und beispielsweise zu einem Prostataabszess führen. Bei starken Schmerzen, Fieber und Schüttelfrost sollten Sie umgehend zu einem Arzt.
  • Akuter Harnverhalt (Ischurie): Durch die Verstopfung des Blasenausgangs mit Blut oder aber durch eine Schwellung der Prostata kann es zu einer sehr schmerzhaften Störung der Harnentleerung kommen. Eine Komplikation, die ebenfalls zeitnah behoben werden sollte.
  • Allergie: Sollten Sie während oder unmittelbar nach der Gewebeentnahme Juckreiz, Schwindel, einen Hautausschlag oder Atembeschwerden bemerken, könnte das ein Hinweis auf eine Unverträglichkeit sein. Verdächtige Medikamente müssen sofort abgesetzt und Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.

Autorin: Dr. med. Sonia Trowe

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