Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich Prostatakrebs habe, bei bestimmten PSA-Werten?

Ein PSA-Wert allein liefert nie eine 100% sichere Aussage. Bei Werten unter 1 ng/ml, die eigentlich als unverdächtig angesehen werden, bekommt jeder 10. Mann im weiteren Verlauf dennoch ein Prostatakarzinom.

Meist handelt es sich dann aber um so kleine Tumoren, dass sie auch durch andere Untersuchungen nicht entdeckt worden wären. Und nur höchst selten werden diese Tumoren lebensbedrohlich.

Liegt der PSA-Wert zwischen 2 und 4 ng/ml, zeigt sich bei den weiteren Untersuchungen etwa bei jedem vierten Mann, dass tatsächlich ein Karzinom vorliegt. Meist aber ein kleines und nicht bedrohliches. Daher wird in der Regel auch erst ab Werten von 4 ng/ml zu weiteren Untersuchungen geraten.

Bei PSA-Werten zwischen 4 ng/ml und 10 ng/ml steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ein bösartiger Krebs vorliegt, deutlich an. Sie sind aber auch noch alles andere als eine sichere Krebsdiagnose. Bei etwa 40% der Männer mit solchen Werten findet man im weiteren Verlauf tatsächlich ein Karzinom.

Liegt der PSA-Wert über 10 ng/ml, besteht eine mindestens 70%ige Wahrscheinlichkeit, dass ein Prostatakrebs die Ursache ist.

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