Woran kann man erkennen, ob eine Strahlentherapie erfolgreich war?

Normalerweise gilt ja bei Prostatakrebs der PSA-Wert im Blut als entscheidender Marker, ob eine Behandlung erfolgreich war oder nicht. Um so mehr der PSA absinkt, um so besser. Allerdings ist dieser Wert bei der Bestrahlungstherapie bei weitem nicht so aussagekräftig wie sonst.

So kann es sein, dass auch bei einer erfolgreichen Strahlenbehandlung (sprich: der Tumor hat sich deutlich verkleinert) der PSA-Wert erst Monate später spürbar reagiert. Zum Vergleich: Nach einer Operation sinkt er unmittelbar nach dem Eingriff auf Minimalwerte. Und manchmal wird es geradezu grotesk: Dann nämlich fällt der PSA-Wert nach einer Bestrahlung erst ab, steigt dann aber wieder an. Was wie ein Rückfall aussieht, ist dann aber in Wirklichkeit eine verstärkte PSA-Ausschüttung verbliebener gesunder Prostata-Zellen.

Heilungserfolg zeigt sich oft erst nach Monaten

Fazit: Man muss nach einer Bestrahlung etwas Geduld haben, bis man weiß, ob die Behandlung erfolgreich war. Das fällt natürlich schwer, denn gerade die Ungewissheit kann quälend sein. Allerdings kann man immerhin optimistisch sein: In der überwiegenden Zahl der Fälle ist eine Strahlentherapie erfolgreich, drängt den Tumor also zurück. Außerdem können natürlich die körperlichen Untersuchungen durch den Arzt, bildgebende Verfahren und nicht zuletzt das subjektive Wohlbefinden durchaus Anhaltspunkte für einen guten Therapieerfolg liefern.

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Quelle: Deutsches Krebsforschungszentrum