Kann mit einer Magnetresonanztomographie (MRT) festgestellt werden, wie weit der Prostatakrebs gewachsen ist?

Ja und nein. Mit der Magnetresonanztomographie (MRT, auch "Kernspintomographie") lässt sich evtl. erkennen, ob das Prostatakarzinom die Kapselgrenzen bereits überschritten hat.

Auch ein Befall von benachbarten Lymphknoten ist manchmal im MRT erkennbar. Aber an den Worten "evtl." und "manchmal" wird schon deutlich: Wirklich beweisen lässt sich mit der Magnetresonanztomographie nichts.

Der exakte Ausbreitungsgrad eines Prostatakarzinoms lässt sich nur mittels Operation, also durch "direkte Sicht" beurteilen. Insofern dienen Magnetresonanztomographie oder Kernspin nur dazu, die Aussage etwas zu verdichten. Ob das im Einzelfall sinnvoll ist, müssen Sie zusammen mit dem Arzt entscheiden. Leider ist das Honorierungssystem für Ärzte ja oft eher Motivation für die eine oder andere Untersuchung zu viel.

Autor:
Quelle: Deutsches Krebsforschungszentrum

Anzeigen