Welche Arzneistoffe stecken in der Teufelskralle?

Die wesentlichen medizinischen Inhaltsstoffe der Teufelskralle stecken in deren Wurzel. Genauer gesagt in den Wurzelausläufern. Allerdings ist noch gar nicht so ganz klar, welche dieser zahllosen darin enthaltenen Substanzen tatsächlich für die Wirkung verantwortlich ist.

Afrikanisches Gewächs

Zum Hintergrund: Die Teufelskralle ist eine Heilpflanze aus Südafrika und Namibia. Daher auch der Name Afrikanische Teufelskralle oder Südafrikanische Teufelkralle. Einige ihrer medizinische Wirkungen sind wissenschaftlich nachgewiesen wurden. Vor allem bei Rückenschmerzen und bei anderen chronischen Beschwerden des Bewegungsapparates (auch Rheuma) entfalten Teufelskrallen-Extrakte eine lindernde Wirkung. Nachgewiesen ist ein entzündungshemmender und schmerzsenkender Effekt. Im Fokus der wissenschaftlichen Betrachtung steht dabei die Substanz Harpagosid. Aber wie gesagt, noch ist nicht klar, ob nicht auch die anderen Inhaltsstoffe mitwirken.

Bitterstoffe gegen Verstopfung und Appetitmangel

Bei einer anderen Wirkung der afrikanischen Teufelskralle ist das klarer. Die Heilpflanze regt nämlich auch den Appetit an und fördert die Verdauung. Dieser Effekt beruht auf dem Gehalt an Bitterstoffen. Auch die stecken in der Wurzel.

Ob möglicherweise auch die überirdischen Teile der Pflanze, v.a. die Blätter medizinische Wirkungen haben, ist noch ungeklärt. Da aber auch in der Naturmedizin meist nur von den Wurzeln die Rede ist, steckt die gesundheitliche Kraft wohl tatsächlich unter der Erde.

Weitere Anwendungsgebiete der Afrikanischen Teufelskralle in der Volksmedizin sind:

  • Hexenschuss
  • Nervenschmerzen (Neuralgien)
  • Sehnenentzündungen
  • Kopfschmerzen
  • Schmerzlinderung während der Geburt
  • Wundbehandlung

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

Anzeigen