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Wie hoch ist die Sturzgefahr bei alten Menschen?

Im höheren Alter ist die Angst vor einem Sturz für viele Menschen (und deren Angehörige) ein ständiger Begleiter. Statistisch betrachtet stürzt etwa jeder dritte Mensch über 65 Jahre mindestens einmal pro Jahr. Jeder Zehnte sucht aus diesem Grund im Laufe des Jahres ein Krankenhaus auf.

Bei den über 80-Jährigen beträgt die jährliche Sturzwahrscheinlichkeit sogar 50%. Die Gefahr eines erneuten Hinfallens ist hoch, die Hälfte der betroffenen Senioren stürzt zweimal oder öfter.

Gefährliche Orte: die Treppe zuhause und das Bett in Klinik und Heim

Ein besonders gefährlicher Ort für Stürze ist die Treppe. Jährlich lassen in Deutschland etwa 1.000 Männer und Frauen dort ihr Leben, und das im Großteil der Fälle zuhause. Treppenstürze führen auch die statistische Rangliste unfallbedingter Verletzungen an. Mehr als 80% aller Treppenunfallopfer sind über 60 Jahre alt.

Anders als mit der Treppe verhält es sich bei Stürzen aus dem Bett. Sie erfolgen seltener im Wohnbereich und dafür häufiger in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Deshalb werden hier zunehmend vorbeugende Maßnahmen zur Sturzvermeidung und Folgenlinderung ergriffen. Oder sollten es zumindest.

Vorbeugung lohnt sich

Das gilt erst recht für den privaten Bereich. Die Statistik taugt zur Bewusstseinsschärfung für das Sturzproblem, sagt aber nichts über die individuelle Situation aus. Die Zahlen sollten deshalb nicht Anlass für übertriebene Sorge oder gar Panik sein. Sondern zum Ergreifen praktischer Maßnahmen motivieren, um dem Sturzrisiko effektiv entgegenzuwirken. Davon gibt es eine ganze Reihe. Sie betreffen das Verhalten im Alltag ebenso wie die zweckmäßige Einrichtung der häuslichen Umgebung. Viele gesund gebliebene Menschen erbringen den täglichen Beweis, dass die Sturzgefahr auch in höchsten Alterssphären noch gering gehalten werden kann.

Autor: Dr. Hubertus Glaser

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