Ist eine Osteoporose heilbar?

Das kommt darauf an, wen Sie fragen. Die meisten schulmedizinischen Experten halten die Osteoporose für nicht heilbar. Zwar kann man demnach den Prozess des Knochenabbaus mit Bewegung, Ernährung und Medikamenten aufhalten. Aber rückgängig ist der Verlust an Knochensubstanz nicht mehr zu machen. Es gibt aber auch Gegenstimmen. So gibt es durchaus Ärzte, die auch einen Rückgang der Osteoporose bzw. des Knochenschwunds für möglich halten.

Mit Osteoporose wird auch Geld verdient

Als wenn das nicht schon Verwirrung genug wäre, kommt hinzu, dass man bei einigen dieser Aussagen immer auch finanzielle Interessen dahinter vermuten muss. Und zwar auf beiden Seiten. Die Hersteller der üblichen Osteoporose-Medikamente (und leider manchmal auch die von diesen Firmen gesponserten Ärzte) haben ein nicht geringes Interesse daran, dass man diese Mittel über lange Zeit einnimmt. Es mag zynisch klingen, aber da ist eine rasche Heilung eher schädlich.

Aber auch die mitunter im Internet hoch angepriesenen Alternativ-Präparate, die eine Osteoporose im Nu heilen, sind oft genug in Wahrheit vor allem eine Geldquelle für die Anbieter. Das mag bitter sein, aber man muss bei Wohlstandskrankheiten wie der Osteoporose (war vor 100 Jahren noch kein Thema) leider immer auch mit einrechnen, dass bestimmte Gruppen die Gefahr bewusst hochjazzen. Denn Medikamente schluckt nur, wer sich für krank hält oder Angst hat, krank zu werden.

Wer bestreitet, dass es solche Denkmuster im Medizinbetrieb gibt, lügt oder ist naiv. Der Autor dieser Zeilen hat das selbst mehrfach erlebt.

Hauptsache, keine Beschwerden

Letztlich kommt es natürlich auch darauf an, was man unter Heilung versteht. Wenn man tatsächlich schon Beschwerden hat, starke Gliederschmerzen oder gar Knochenbrüche zum Beispiel, und wenn dann eine Osteoporose-Therapie dazu führt, dass diese Beschwerden gelindert oder ganz zum Verschwinden gebracht werden, dann ist das ja durchaus so etwas wie eine gefühlte Heilung. Oder anders herum formuliert: Ist allein die Tatsache, dass man auf dem Röntgenbild oder in der Knochendichtemessung eine zu geringe Knochenmasse sieht, schon eine Krankheit? Obwohl es einem gut geht? Dann wäre wahrscheinlich jeder von uns krank, denn irgendetwas findet man immer, wenn man lange genug sucht.

Autor: