Mit welchen Untersuchungen lässt sich eine Osteoporose feststellen?

Die erste Frage, die man sich bei einer Osteoporose-Abklärung immer stellen muss, ist die, ob die Abklärung überhaupt notwendig ist. Was hat den Arzt dazu gebracht, einen Knochenschwund zu vermuten? Ist das für Sie nicht schlüssig, sollten Sie im Zweifel einen zweiten Arzt fragen.

Denn ohne röntgenologische Untersuchungen ist ein Osteoporose-Nachweis kaum möglich. Im Mittelpunkt steht dabei die sogenannte Knochendichtemessung. Dabei wird mit (schwachen) Röntgenstrahlen an Lendenwirbelsäule und Oberschenkel gemessen, wie stark diese Strahlen abgelenkt werden und von diesen Werten auf die Knochendichte geschlossen.

Teilweise auch fragwürdige Diagnostik

Darüber hinaus wird bei der Osteoporose-Diagnostik auch immer eine Blutuntersuchung vorgenommen. Manchmal muss man auch merkwürdige Tests machen, zum Beispiel, von einem Stuhl aufstehen, drei Meter laufen, umdrehen, und wieder setzen. Dauert das länger als 30 Sekunden, liegt der Verdacht auf eine Bewegungsstörung mit Sturzgefahr vor. Das sagen zumindest diejenigen, die an solche Tests glauben. Wir sagen: Damit lässt sich vielleicht eine Mobilitätsstörung andeuten, aber ganz sicher kein Knochenschwund beweisen.

Bevor all diese Untersuchungen starten und Sie die Knochendichtemessung womöglich sogar selbst zahlen müssen, sollten Sie wirklich zweimal nachfragen. Wenn der Arzt Sie von der Notwendigkeit überzeugt, dann tun Sie es.

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