Wann darf man eine Osteoporose nicht mit Strontium behandeln?

Generell ist Strontium in der Osteoporose-Behandlung nur in Ausnahmefällen eine Option. Zum einen steht mit Calcium ein besser geeigneter Mineralstoff zur Knochenstärkung zur Verfügung. Zum anderen können unter der Einnahme von Strontium in seltenen Fällen schwere Nebenwirkungen auftreten. Wegen seiner durchblutungsgefährdenden Eigenschaften ist vor allem das Herz in Gefahr.

Vor allem bei Durchblutungsstörungen kein Strontium verwenden

Daraus erklären sich auch einige der Fälle, in denen Strontium auf keinen Fall eingenommen werden sollte. Dazu zählen:

  • Durchblutungsstörungen am Herzen (koronare Herzkrankheit, Angina pectoris, früherer Herzinfarkt)
  • Durchblutungsstörungen im Gehirn (nachgewiesene Gefäßverengungen z.B. an der Karotis, früherer Schlaganfall oder Mini-Schlaganfall)
  • schlecht kontrollierbarer Bluthochdruck
  • Thrombosen oder ähnliche venöse Durchblutungsstörungen (auch frühere)
  • arterielle Durchblutungsstörungen, z.B. an den Beinen (Schaufensterkrankheit)
  • schwere Nierenfunktionsstörungen
  • längere Bettruhe

Eine vollständige Liste der "Gegenanzeigen" finden Sie im Beipackzettel.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn