Welche Nebenwirkungen können unter einer Osteoporose-Therapie mit Strontium auftreten?

Strontium ist ähnlich wie Calcium ein Mineralstoff, der zur Knochenstärkung genutzt werden kann. Allerdings ist Strontium aufgrund seines Nebenwirkungsprofils in der Osteoporosebehandlung nur zweite Wahl und kommt, wenn überhaupt, nur bei Frauen nach den Wechseljahren in Betracht.

Wichtige Nebenwirkungen im Überblick

Zwar sind die häufigeren Nebenwirkungen von Strontiumranelat (so heißt der Wirkstoff) unangenehm, aber eher harmlos. Dazu zählen:

  • Durchfall
  • Übelkeit
  • Kopfschmerzen
  • Benommenheit
  • Hautausschlag

Dafür gibt es aber einige seltenere Nebenwirkungen, sie sehr gefährlich werden können. Dazu zählen u.a.:

  • erhöhte Herzinfarktgefahr
  • Venenverschluss (mehr als 1% der behandelten Frauen)
  • starker Bluthochdruck
  • Krampfanfall
  • schwere Hautreaktionen
  • Erkrankungen der Nieren, der Leber oder der Lunge

Eine vollständige Liste aller jemals dokumentierten Nebenwirkungen finden Sie im Beipackzettel.

Dr. med. Jörg Zorn