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Was für Osteoporose-Medikamente sind SERM?

SERM ist die Abkürzung für selektive Östrogen-Rezeptor-Modulatoren. Es handelt sich dabei um Medikamente, die spezielle Östrogen-Rezeptoren im Knochen anregen. Sie entfalten dabei eine ähnliche Wirkung wie das weibliche Geschlechtshormon Östrogen, nämlich eine Anregung des Knochenstoffwechsels und eine Zunahme der Knochenstabilität.

Nur bei Frauen in den Wechseljahren

Die Logik dahinter ist einleuchtend. Da Frauen mit Beginn der Wechseljahre immer weniger Östrogen produzieren, sind sie überproportional häufig von Osteoporose betroffen. Denn Östrogen ist bei Frauen ein wesentlicher Knochenstabilisator. Dem versucht man mit der Medikamenten-Gruppe der SERM zu begegnen, in dem man genau diese ausbleibende Östrogenwirkung künstlich nachahmt. Entsprechend sind SERMs auch nur für Frauen in den Wechseljahren geeignet.

Derzeit (Februar 2013) gibt es zwei Wirkstoffe dieser Gruppe im Handel:

  • Bazedoxifen (Conbriza®)
  • Raloxifen (Evista® und Optruma®)

Da diese Medikamente nur die Östrogen-Rezeptoren des Knochenstoffwechsels ansteuern, haben sie nicht die üblichen Effekte anderer Östrogen-Präparate (u.a. Brustspannen, Blutungen, Wachstumsreize an Brust und Gebärmutter). Sie können damit aber außer der Osteoporose auch keine anderen Wechseljahresbeschwerden lindern. Im Gegenteil: Hitzewallungen zählen zu den häufigsten Nebenwirkungen. Auch sonst sind die Präparate nicht frei von Nebenwirkungen, weswegen sie nur bei gesicherter Osteoporose zum Einsatz kommen sollten.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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