Wie wirkt Teriparatid (Forsteo) gegen Osteoporose?

Teriparatid (Forsteo®) ist eine gentechnologische Nachahmung des körpereigenen Parathormons. Genauer gesagt ein Nachbau eines Teilstücks vom Parathormon. Mit der Behandlung wird der Knochenaufbau stimuliert.

Das klingt für Medizinkundige zunächst paradox, denn eigentlich ist Parathormon für das Gegenteil zuständig. Das von den Nebenschilddrüsen kontinuierlich ausgeschüttete Hormon regt nämlich normalerweise die sogenannten Osteoklasten an. Das sind Zellen, die den Knochenabbau fördern. Gibt man aber Parathormon wie im Fall von Forsteo® künstlich und stoßweise, entsteht ein gegenteiliger Effekt: Der Wirkstoff Teriparatid regt die Osteoblasten und nicht die Osteoklasten an. Und damit den Knochenaufbau.

Risiko für Knochenbrüche soll gesenkt werden

Forsteo® kann zur Behandlung einer ausgeprägten Osteoporose verschrieben werden, wenn es darum geht, ein weiteres Fortschreiten und vor allem Knochenbrüche zu verhindern. So ist nachgewiesen, dass Teriparatid die Gefahr von Wirbelkörperbrüchen senkt (nicht aber die Gefahr von Frakturen im Hüftbereich).

Forsteo® ist nicht als Tablette verfügbar, sondern muss täglich unter die Haut gespritzt werden.

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