Auf welche Weise wirken Bisphosphonate bei Osteoporose?

Bisphosphonate sind eine Gruppe von Medikamenten, die allesamt dem Knochenabbau entgegenwirken. Das gelingt ihnen, in dem sie die sogenannten Osteoklasten hemmen. Das sind die "Knochen-Entrümpler" im Körper.

Wechselspiel von Osteoblasten und Osteoklasten

Etwas genauer beschrieben sieht das Ganze so aus: Der Knochen ist bei weitem nicht so unveränderlich, wie er wirkt. Im Gegenteil: Tagtäglich wird Knochensubstanz aufgebaut und auch welche abgebaut. Dies geschieht vor allem durch Einschleusung von Mineralien auf der einen und deren Abtransport auf der anderen Seite. Den Knochenaufbau und die Mineralisierung steuern die sogenannten Osteoblasten. Demgegenüber stehen die Osteoklasten, die im Körper dafür verantwortlich sind, Knochensubstanz abzubauen.

Solange die beiden, also Osteoblasten und Osteoklasten, im Gleichgewicht miteinander stehen, ist alles in Ordnung. Aber manchmal ist das eben nicht mehr der Fall. Bei einer krankhaften Osteoporose wird zum Beispiel mehr Knochen abgebaut als aufgebaut.

Bisphosphonate hemmen Knochenabbau

Und hier kommen nun die Bisphosphonate ins Spiel. Dadurch, dass sie die Osteoklasten hemmen, können sie das Gleichgewicht wieder herstellen. Außerdem verbinden sich Bisphosphonate mit den Mineralstoffen im Knochen und verhindern auf diese Weise, dass zu viel Kalzium aus dem Knochen herausgelöst wird.

Zu den Bisphosphonaten zählen die Wirkstoffe Alendronsäure, Etidronsäure, Pamidronsäure, Risedronsäure, Tiludronsäure und Zoledronsäure. Manchmal werden sie auch Alendronat, Etidronat, Pamidronsäure, Risedronat, Tiludronat und Zoledronat genannt.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn