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Osteoporose durch Magen-Darm-Erkrankungen

Wenn Magen und Darm nicht richtig arbeiten, dann besteht auch Gefahr für die Knochen. Denn wenn diese nicht mehr ausreichend mit Vitaminen und Mineralien versorgt werden, dann können sie brüchig werden.

Es gibt mittlerweile überzeugende Belege dafür, dass bestimmte Magen-Darm-Probleme nicht ohne Folgen für die Knochengesundheit bleiben, warnt Prof. Heidi-Ingrid Maaroos von der Universität Tartu, Estland. So ist das Osteoporose-Risiko beispielsweise erhöht bei:

  • Zöliakie (mangelhafte Nährstoffaufnahme)
  • chronische Gastritis (mangelhafte Nährstoffaufnahme)
  • nach Magen-Operationen (Magen-Bypass)

Aber auch die Behandlung von Magen-Darm-Erkrankungen kann dem Knochen schaden. Medikamente wie Protonenpumpenhemmer (gegen Magensäure, z.B. Omeprazol oder Pantoprazol) oder Kortison (gegen chronische Darmentzündungen) haben als mögliche Nebenwirkung bei längerem Einsatz eine Osteoporose. Kortison behindert die Verarbeitung der Nährstoffe.

Beispiel Zöliakie:

Menschen, die darunter leiden, können Kalzium nur schwer verarbeiten. 75% aller neu diagnostizierten Zöliakie-Patienten weisen zum Zeitpunkt der Diagnosestellung bereits eine deutlich verminderte Knochenmineraldichte auf. Dadurch ist das Risiko für Knochenbrüche im Vergleich zu Gesunden verdoppelt.

 

Beispiel Gastritis:

Die verringerte Konzentration der Magensäure – auch durch die eingenommenen Medikamente – behindert die Aufnahme von Vitaminen und Mineralstoffen. Das aber lässt die Festigkeit der Knochen schwinden und das Risiko für Brüche steigen.

 

WANC 23.05.2012
Quelle: United European Gastroenterology

Weitere Fragen und Antworten zu Magen-Darm-Problemen finden Sie unter Navigator-Medizin.de/Sodbrennen_Reizmagen

Weitere Fragen und Antworten zu Morbus Crohn und Colitis ulcerosa finden Sie unter Navigator-Medizin.de/Morbus-Crohn_Colitis_ulcerosa

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