Osteoporose: Keine reine Frauenkrankheit

Immer mehr Männer bekommen eine Krankheit, die bisher eher als ein Frauenproblem galt: Osteoporose. Rund acht Millionen Deutsche leiden an immer poröser und damit bruchanfälliger werdenen Knochen. Mittlerweile sind darunter etwa ein Drittel Männer. Und die Tendenz ist steigend.

Osteoporose hat sehr viel mit sinkenden Spiegeln der Sexualhormone zu tun. Vor allem Frauen nach der Menopause haben mit der Verringerung der Knochendichte zu kämpfen. Doch nun stellen die Ärzte fest, dass auch zunehmend Männer in Folge einer alters- oder krankheitsbedingten Veränderung im Stoffwechsel am Abbau der Knochensubstanz leiden. In 60% der Fälle löst bei Männern eine andere Krankheit oder deren Therapie die Osteoporose aus. Experten sprechen in diesen Fällen von einer sekundären Osteoporose.

Osteoporose oft zu spät entdeckt

Oft wird die Diagnose aber zu spät gestellt, warnen Urologen. Dabei gibt es durchaus Anzeichen, die auf die Erkrankung hinweisen: beispielsweise plötzliche Schmerzen des Skeletts, ungewollter Gewichtsverlust um über 10% des ursprünglichen Körpergewichtes oder ein Schrumpfen der Körpergröße um mehr als vier Zentimeter in einem Jahr. Betroffen sind vor allem Männer jenseits ihres 50. Lebensjahres.

Als Vorbeugemaßnahmen gelten in erster Linie eine ausgewogene, kalziumreiche Ernährung sowie regelmäßige körperliche Tätigkeit. Die tägliche Kalziumdosis liegt laut der Ärzte bei etwa 1.300 Milligramm am Tag.

WANC 25.08.2011
Quelle: Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU), Berufsverband der Deutschen Urologen e.V. (BDU)